Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

Hilfe zur Selbsthilfe bei Unwetter

Sandsackfüllaktion für Hünfeldener Bürger und Unternehmen.

In immer kürzeren Abständen wird auch unser Landkreis und somit auch die Gemeinde Hünfelden von Unwettern und Starkregen-Ereignissen heimgesucht.

Die Feuerwehr ist dabei stets mit aller verfügbaren Technik und sämtlichem Personal im Einsatz.
Dennoch gelingt es nie, an allen Einsatzstellen gleichzeitig zu helfen, weil dieses sowohl technisch als auch personell leider unmöglich ist.


Um die Hünfeldener Bürger und Unternehmen bereits bei der Vorbeugung bzw. Minimierung von Wasserschäden zu unterstützen, bieten Feuerwehr Hünfelden und Gemeinde Hünfelden allen interessierten Hünfeldener Bürger und Unternehmen an, sich selbst mit ausreichend Sandsäcken zu versorgen, um im Unwetterfall Haustüren, Kellerfenster. Garageneinfahrten oder Werkstore mit Sandsäcken gegen eindringendes Wasser zu schützen.

Die Feuerwehr Hünfelden füllt Ihnen die gewünschte Zahl an Sandsäcken ab.


Die Abgabe der gefüllten Sandsäcke erfolgt in haushaltsüblichen Mengen gegen einen Obolus eines Euros pro Stück.


Fachmännische Beratung durch anwesende Feuerwehrleute gibt es kostenlos dazu.

Der Erlös der Aktion kommt ausschließlich der erweiterten Unwetter-Ausrüstung der Feuerwehr zugute.

 

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Auch in diesem Jahr hat uns Corona leider noch immer fest im Griff, daher mussten wir zum großen Bedauern der Kinder und Jugendlichen das traditionelle Zeltlager der Jugendfeuerwehr Kirberg ausfallen lassen.
Um den Kindern und Jugendlichen in den Sommerferien dennoch eine zeltlagernahe Veranstaltung bieten zu können, wurde ein alternatives Programm über zwei Tage organisiert. Die Jugendlichen erwartete ein abwechslungsreiches Programm, das vom feuerwehrtechnischen Unterricht und Übungen bis hin zu kreativen Bastel- und Werkarbeiten reichte.


Uebung


Am Samstag bekamen die Kinder und Jugendlichen einen Einblick in die herausfordernde Welt der Atemschutzgeräteträger. Im ersten Teil wurde das benötigte Ausrüstungszubehör für den Einsatz unter Atemschutz theoretisch besprochen. So wurde zum Beispiel das Atemschutzgerät, die Fluchthaube und einige weitere notwendige Geräte und Ausrüstungsgegenstände für die Menschenrettung, in verrauchten Gebäuden, genau unter die Lupe genommen. Anschließend sollten die Kinder und Jugendlichen in einer praktischen Übung eine Übungspuppe in einem völlig abgedunkelten Raum auffinden. Dazu verwendeten sie verschiedene, vorher besprochene Vorgehensweisen, wie zum Beispiel eine Technik bei welcher man sich langsam am rechten Rand des Raumes entlangtastet und so nach und nach den Raum absucht. Nach einigen herausfordernden Hindernissen konnte die Puppe „Erika“ gefunden und gerettet werden.


Werken


Außerdem konnten die Jugendlichen verschiedene Workshops wahrnehmen. So gab es unter anderem einen Bau-Workshop, bei dem die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit hatten ihr handwerkliches Geschick unter Beweis zu stellen. Unter Verwendung von Hammer, Säge und Akkuschrauber konnte mit eifrigem Einsatz an dem Brandhaus Modell, welches bereits in den vergangenen Jahren begonnen wurde, weitergebaut werden. Des Weiteren konnte man aber auch seine kreativen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Es entstanden wunderschöne Traumfänger. Außerdem wurden Specksteine bearbeitet und Taschen mit bunten Stoffstiften bemalt.


Olympiade


Am Sonntagmorgen startete das Programm mit verschiedenen Gruppenspielen, bei denen die Geschicklichkeit und Teamarbeit besonders gefragt waren. Als weiterer Höhepunkt wurde eine Löschübung durchgeführt. Hierbei mussten die Jugendlichen eigenständig einen angenommen Heckenbrand unter der Verwendung von Strahlrohren mit Wasser bekämpften.
Neben dieser Übung bestand für die Teilnehmer auch weiterhin an diesem Sonntag die Möglichkeit, ihre begonnenen Bastelarbeiten aus den Workshops zu vervollständigen.
In altgewohnter Weise versorgte uns auch in diesem Jahr unser „5-Sterne“ Koch Arndt Preußer mit seinem sehr leckeren Mittagsgerichten, die wir auch bei zukünftigen Zeltlagern nicht missen möchten.


Wettbewerb


Obwohl die Veranstaltung in das Feuerwehrhaus ausweichen musste, ließen sie die Teilnehmer den Spaß nicht nehmen. Jedoch fehlte uns allen das Übernachten in den Zelten unter freiem Sternenhimmel sowie die Lagerfeueratmosphäre. Für das nächste Jahr hoffen die Organisatoren sowie die Jugendfeuerwehrmitglieder, dass das Zeltlager 2022 wieder traditionell stattfinden kann.

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hünfelden

14 Brände, 30 Hilfeleistungen, 5 Fehlalarme und 3 Dienstleistungen, 2.219 Stunden Einsatzzeit, zwei Menschenleben gerettet und eine verletzte Person versorgt. Die Ortsteilwehren der sieben Hünfeldener Ortsteilwehren waren im vergangenen Berichtsjahr meist tagsüber alarmiert. 846 Stunden weniger als im Vorjahr, doch pandemiebedingt konnten auch Ausbildungsveranstaltungen auf Orts-, Kreis- und Landesebene nicht in gewohnten Umfang oder meist gar nicht stattfinden. Der technische Prüfdienst war zu Gast und prüfte mit der Unfallkasse Hessen alle 19 Fahrzeuge sieben Häuser und Gerätschaften. Die Mängelbeseitigung ist weitestgehend abgeschlossen. Mit dem MLF für Kirberg, dem TSF-W in Neesbach und dem GWL-1 in Dauborn konnten erfreulicherweise gleich drei Fahrzeuge im Vorjahr plangerecht ersetzt werden. Der bestehende und aus Mittel des Fördervereins der Feuerwehr Dauborn finanzierte KLKW wurde der Wehr Kirberg zur Verfügung gestellt, weitere Fahrzeuge werden folgen – aktuell sind dies ein TSW-W (Nauheim) und der ELW1, der im Spätsommer nächsten Jahres erwartet wird. Pandemiebedingt konnten die Einweihungen, Übergaben und Indienststellungen jedoch auch nur im kleinen Rahmen erfolgen.

In Dauborn wurde der Umbau des Feuerwehrhauses Anfang 2020 fertiggestellt. Es wurde eine weitere Fahrzeugbox und die Werkstatt angebaut. Die Umkleiden wurden nach Geschlechtern getrennt und die TEL und FEZ getrennt. Die Absauganlage wird in 2021 noch realisiert. In Summe wurden ca. 500 Stunden Eigenleistung von der Mannschaft erbracht. In Mensfelden erschwerte die Pandemie ebenso die Bauarbeiten am Feuerwehrhaus. Dennoch ist das Feuerwehrhaus nun in den Endzügen des Umbaus. Man kann feststellen, dass der Umbau sich gelohnt hat. Wir erfüllen damit nun die gesetzlichen Vorgaben und man hat ein Feuerwehrhaus geschaffen, mit sich die Mannschaft identifiziert.

In Summe wurde dabei bis dato 1.700 Stunden Eigenleistung von Mannschaft erbracht.

Aus Vereins- und Spendenmitteln konnten zusätzliche Anschaffungen im Wert von rund 18.000 Euro realisiert werden. Die vorgeschriebenen regelmäßigen Ausbildungsdurchgänge in der Atemschutzstrecke in Limburg konnten nicht stattfinden, dafür wurden Alternativen gefunden und somit die Fitness und Einsatzfähigkeit der Atemschutzgeräteträger/innen erhalten bleiben.

Auch die Kinder- und Jugendfeuerwehren konnten nur bedingt ihren Übungsbetrieb durchführen. Zur damaligen Lockerung wurde ein Video mit Peter Ehrlich produziert, welches kindgerecht von und mit Kindern die Hygienemaßnahmen veranschaulichte und kreisweit als Vorlage an alle anderen Kinder- und Jugendfeuerwehren angeboten wurde. Die Kinderfeuerwehren von Hünfelden und Bad Camberg haben hier hervorragend zusammengearbeitet und durften sich über einen Sonderpreis der Unfallkasse Hessen in Höhe von 500 Euro freuen. Die Jüngsten und Jüngeren der zukünftigen Wehrleute wurden über die ganze Zeit aufmerksam von ihren Betreuerinnen und Betreuern im Kontakt gehalten, online, offline, persönlich mit Überraschungen, Aufgaben und Videos. Im Bereich der Jugendfeuerwehren kamen später auch Onlineübungen hinzu, die von allen Jugendfeuerwehrwarten der Ortsteile abwechselnd durchgeführt wurden.

Was bleibt zurück zum aktuellen Stand der Pandemie? Sicherlich der persönliche Kontakt, der gerade im Ehrenamt spätestens jedoch im Einsatzgeschehen so vertrauensvoll wichtig ist, bedauert Gemeindebrandinspektor Mario Bauer, doch er freut sich, dass die Wehren von den Kleinsten bis zu den Einsatzabteilungen die Situation wahrgenommen und nachhaltig innovative und vor allem kreative – nicht nur technikgestützte - Lösungen erarbeitet haben, in Kontakt zu bleiben. Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer dankte an dieser Stelle allen, die so tapfer und fleißig waren und sind, hier die Kontakte zu pflegen, sich um die Kameradinnen zu kümmern, denn gerade in diesen Zeiten gilt es aufmerksam zu sein und nach seinen Mitmenschen zu schauen.

Satzungsgemäß konnte Diethard Hofmann nicht mehr als stellvertretender Gemeindebrandinspektor antreten. Er tritt nach über vier Jahrzehnten als Ehrenbeamter nun etwas zurück.

Diethard Hofmann wurde in einer ausführlichen Laudatio vom Gemeindebrandinspektor und der Bürgermeisterin verabschiedet. Er war 40 Jahre im Wehrführerausschuss und Ehrenbeamter. Davon war er 21 Jahre stellv. Gemeindebrandinspektor. Aus Altersgründen kann er nicht mehr zur Wahl stehen.

Mit langen stehenden Ovationen würdigten die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden die wertvolle Arbeit von Diethard Hofmann.

In einer bewegenden Rede verabschiedete er sich von dem Amt und versprach dabei zu bleiben. Er dürfe noch bis 65 bei der Feuerwehr aktiv sein und das werde er auch.

Er ist bis jetzt aktiver Atemschutzgeräteträger und stolz darauf. Die Altersgrenzen sind für ihn nicht mehr zeitgemäß und ermutigte auch die jüngeren Kameraden durch Fitness und Engagement bis in s Alter aktiv dabeizubleiben.

Durch die turnusmäßigen Neuwahlen der Gemeindebrandinspektoren konnten Mario Bauer in seiner zweiten Amtszeit bestätigt werden. Thorsten Müller wurde in seiner vierten Amtsperiode bestätigt und Daniel Wagner wurde als zweiter Gemeindebrandinspektor ins Amt gewählt.

v.l.n.r. Thomas Schmidt (Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband, Thorsten Müller (stv. GBI), Silvia Scheu-Menzer (Bürgermeisterin), Mario Bauer (Gemeindebrandinspektor), Daniel Wagner (stv. Gemeindebrandinspektor), Georg Hauch (Kreisbrandinspektor)

Die Anerkennungsprämien für langjährige Feuerwehrleute gingen für 10 Jahre an: Natalie Barwig, Rainer Brestel, Michaela Formanski – Knoth, Mike Heublein, Maike Jäger, Lukas Kilian und Bianca Lang. Für 20 Jahre wurden geehrt: Julia Höfle, Matthias Klimmek, Alexander Roth und Lisa Anna Viehmann. Drei Jahrzehnte bereits dabei und geehrt wurden Thomas Heimann, Jörg Pfaff und Holger Reichert. Roger Kuhlisch und Jörg Schumann sind vierzig Jahre dabei.

Zum Hauptbrandmeister befördert wurden Kai Krebs, Christan Mayer und Daniel Wagner

Das silberne Brandschutz-Ehrenzeichen  für besondere Verdienste erhielten Dirk Knoth, Julia Höfle, Jürgen Satony, Florian Wecker, Steffen Bremser, Jan Barwig, Lothar Kopp und Kristina Hannappel

Mit dem goldenen Brandschutz-Ehrenzeichen ausgezeichnet wurden Arndt Preußer, Hartmut Paulus, Rainer Schmidt, Matthias Losert, Uwe Nemetz, Martin Schüler und Andreas Weilnau

Da im letzten Jahr keine Jahreshauptversammlungen stattfinden konnten, wurden die Beförderungen, Auszeichnungen und Ehrungen in diesem Jahr nachgeholt.

Für ihren Einsatz im Katastrophenschutz wurden mit der Katastrophenschutzmedaille geehrt: Tim Kaiser, Hennrik Schöffler, Michael-Martin Seel, Christoph Viehmann, Sebastian Wagner und Tilmann Wies

Durch Kreisjugendfeuerwehrwartin Brigitte wurden Marlen Kübeler und Kintscher Christoph Spang mit der Hessischen Jugendfeuerwehrspange in Silber ausgezeichnet.

Verabschiedet wurden nach mindestens 20 Jahren Feuerwehrdienst:  Manfred Viehmann

Heringens Wehrführer Tobias Dörner sowie Thomas Speth als stellvertretener Wehrführer in Ohren wurden verabschiedet.

Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer und Gemeindebrandinspektor Mario Bauer dankten allen geehrten und verabschiedeten Kameradinnen und Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz für das Wohl der Gemeinde Hünfelden und weit darüber hinaus.

Turnusgemäß wurde das Führungsteam der Gemeindebrandinspektoren gewählt. Im Amt bestätigt wurde Gemeindebrandinspektor Mario Bauer und der erste stellvertretender Gemeindebrandinspektor Thorsten Müller. Als Nachfolger für Diethard Hofmann wurde Daniel Wagner neu als zweiter stellvertretender Gemeindebrandinspektor ins Amt gewählt.

Folgende Wehrführer und deren Stellvertreter wurden von der Bürgermeisterin zu Ihrem Amt, nach vorherige Wahl im jeweiligen Jahreshauptversammlungen der Ortswehren, ernannt.

Steffen Kübeler (Wehrführer Heringen), Tim Schmidt (Stellv. Wehrführer Heringen), Jürgen Lang (Wehrführer Kirberg), Jan Barwig (Stellv. Wehrführer Kirberg), Lars Schmidt (Wehrführer Neesbach), Stefan Preußer (stv. Wehrführer Neesbach), Jörg Schumann (Wehrführer Mensfelden), Christof Hofbauer (Stv. Wehrführer Mensfelden), Dirk Knoth (Wehrführer Nauheim), Thorsten Müller (Stv. Wehrführer Nauheim), Matthias Klimmek (Wehrführer Ohren), Tim Arthen (stv. Wehrführer Ohren)

 

Der unermüdliche und weitsichtige sowie stets aufmerksam sorgende Einsatz von Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer über in der Gemeinde Hünfelden und dem Landkreis Limburg-Weilburg fand nun Ausdruck in der Auszeichnung mit der Deutschen Feuerwehr Ehrenmedaille, die jährlich nur einmal pro Landkreis vergeben wird. Sie setzt sich für die Feuerwehr Hünfelden immer ein und ist auch in diversen Arbeitskreisen im Landkreis für die Feuerwehr aktiv.

Die Bürgermeisterin war nach der Ehrung sichtlich sprachlos und gerührt. Sie setzt Ihren Kurs mit der Feuerwehr so fort und bedankte sich vielmals für die Auszeichnung. Es ist für die erste Auszeichnung überhaupt.

Landrat Michael Köberle resümierte dankbar über die Unterstützung der Hünfeldener Wehren bei der Bewältigung der Corona Pandemie bis zum heutigen Tage. Ohne die Hilfsorganisationen und der fast täglich Kontakt und Austausch mit den Kommunen, dem Landkreis und der Brandschutzaufsicht, wäre die Lage nicht so professionell behandelt worden.

Mit einem großen Dankeschön und einem kleinen Präsent bedankten sich die Feuerwehr Hünfelden bei Peter Ehrlich, der die Feuerwehr Hünfelden in der Pressearbeit immer aktiv und im Ehrenamt unterstützt.

Mit dem tollen Ambiente an der Jahreshauptversammlung durch eindrucksvolle Dekoration und Lichttechnik konnte ein motivierender Rahmen für die Wiederaufnahme des aktiven Feuerwehrlebens gefunden werden.

Die Feuerwehr Hünfelden ist weiterhin auch dankbar für Quereinsteiger und Interessierte Bürgerinnen und Bürger und lädt zu Informationen über die vielen Möglichkeiten, die sieben Ortswehren unter www.Feuerwehr-Huenfelden.de ein.

© FOTO-EHRLICH.de/Peter Ehrlich

Hünfelden/Bad Camberg. Es fehlen einem die Worte, um das zu beschreiben, was in den letzten zwei Wochen zwischen Bad Camberg, Hünfelden, Selters (Ts.), Weilrod und den betroffenen Gebieten passiert ist. Die regionale Nähe und das Bewusstsein, dass Unwetter wie diese immer häufiger werden und die Auswirkungen heftiger hat die Menschen auch im Landkreis Limburg-Weilburg zu Helfer/innen werden lassen. Hierbei sind viele über sich hinausgewachsen und haben unvorstellbares geleistet, ob als individuell oder in Gruppen anreisend waren und sind viele Menschen vor Ort. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor aus Bad Camberg Alexander Rembser schlug schnell vor einen Transport mit Hilfslieferungen zu organisieren. Parallel zu den Hilfsorganisationen, die sich anfangs auch erst koordinieren mussten, wurde aufgrund geschäftlicher oder privater Verbindungen in die betroffenen Regionen klar, dass pragmatische Hilfe notwendig ist, und weder lange Gespräche, noch Geldsummen zu dem Zeitpunkt hilfreich waren.

Mario Bauer erinnert sich immer noch mit Gänsehaut an den Hilferuf, den er erhielt „Schick‘ uns alles, was Du hast“. Und das, was dann passierte, war unvorstellbar. Nach kurzer Abstimmung mit den jeweiligen Bürgermeisterin/n kam die Hilfe in Gang. Innerhalb weniger Stunden war der erste Konvoi mit Lebensmittel und Werkzeugen organisiert und auf der Straße. Unternehmer und Feuerwehrmann Christopher Herzberg unterstützte die Hilfsaktion ab der ersten Minute. Fast jeder der 25 Konvois wurde durch ein Fahrzeug und Manpower von ihm unterstützt. Die Menschen wollten geben, spenden und wandten sich an die Feuerwehren, die ihrerseits nach kurzer Koordination ein System in die Hilfe brachten. Die Ortswehren wurden als örtliche Sammelstellen kommuniziert, die ihrerseits die Hilfsgüter zur Feuerwehr nach Bad Camberg transportierten, die dann recht schnell zu klein wurde. Und jetzt griffen die Hände ineinander wie ein gut geöltes Zahnrad ins andere. Die Menschen aus der Region brachten in langen Autokonvois genauso ihre haushaltsüblichen oder mit Nachbarn zusammen gesammelten Hilfsgüter wie auch die Feuerwehrzulieferungen von den einzelnen Wehren. Doch damit nicht genug, im Hintergrund wurde telefoniert, recherchiert, koordiniert und so waren zahlreiche Firmen bereit, das Engagement nach vorne zu bringen – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn angefangen mit einer großen Lagerhalle, in der angenommen, sortiert, fakturiert, verpackt und verladen wurde über Helfer, die sich die Klinke in die Hand gaben, bis hin zur Helferverpflegung ergab sich alles wie von selbst. Alexander Rembser von der Freiwilligen Feuerwehr Bad Camberg und Hünfeldens Gemeindebrandinspektor Mario Bauer haben in dieser Zeit das Telefon kaum noch aus der Hand gelegt und die Akkus konnten kaum noch nachgeladen werden, so sehr glühten die Leitungen – Powerbanks wurden zum Begleiter durch die Tage.

Insgesamt konnten so bis zum aktuellen Zeitpunkt 532,4 Tonnen Hilfsgüter angenommen und weitergegeben werden. Mit insgesamt 90 Fahrzeugen wurden diese in Richtung Eifel verbracht. Spenden allein ist super, doch es muss natürlich auch koordiniert sein, damit die Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Gebraucht wurde und wird alles – im Sommer ist sowieso für die Mineralbrunnen immer wieder das Leergut ein Thema, was nicht schnell genug zurück kommt in die Befüllung, auch hier halfen die Feuerwehren nach. SocialMedia und Radiosender wurden zum schnellsten Medium, wenn es darum ging, sich zu vernetzen und die jeweils aktuellsten Nachrichten und Bedarfe weiter zu verbreiten.

Kaum kamen die Lieferungen vorgefahren, wurden sie mit geübten Handgriffen ausgeladen und sortiert. Die Geschwindigkeit war atemberaubend. „Wir konnten gar nicht so schnell LKWs organisieren, wie wir wieder Hilfsgüter liefern wollten“, so Marcus Hartnack (Mitarbeiter im Organisationsteam). „Danke“ alleine ist nur ein Wort, es bedeutet den Menschen in den betroffenen Gebieten jedoch so viel mehr, ist es doch die Hilfsbereitschaft auch im Landkreis Limburg-Weilburg, die mit dieser im Südkreis sicherlich größten Aktion zum Ausdruck brachte, dass die Opfer Unterstützung haben und nicht allein sind! Fast 150 Helferinnen und Helfer der örtlichen Wehren haben alles gegeben bei dieser Aktion. Über 2.500 Stunden ehrenamtliche Arbeit kamen nach ersten Schätzungen zusammen – viele weitere folgen und viele wurde noch nicht mal dokumentiert.

Durch geleistete Geldspenden konnten weitere Dinge beschafft und ermöglicht werden, wie Getränke, Werkzeug, Geräte etc. Der Gesamtwert der geleisteten Waren wird bei über 230.000 € liegen, beziffert Mario Bauer dankbar. Allen Menschen in der Region wünscht das Team viel Kraft und Ausdauer, das Erlebte zu verarbeiten, die Schäden zu beseitigen, zu reparieren und neu zu gründen. Den Helferinnen und Helfern aus dem Landkreis Limburg-Weilburg, Weilrod und weit darüber hinaus gilt ein ganz besonderes DANKESCHÖN, ist es doch die Gewissheit, nicht alleine zu sein in schwierigen Zeiten. Dieses Gefühl der Dankbarkeit verspürten auch die, die bereits im Katastrophengebiet waren, ob zum aktiven Helfen oder Abliefern der Hilfsgüter. Mehr Information zur Arbeit Ihrer Wehren vor Ort auf den jeweiligen Internetseiten.

 

©️ Text & Aufnahme: Peter Ehrlich/FOTO-EHRLICH.de

 

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Rückblick auf ein ungewöhnliches Jahr 2020 bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der FF Kirberg

Ein turbulentes Jahr 2020 liegt hinter uns: Nach einem regulären Jahresstart wurde im März völlig unerwartet eine Situation erreicht, die wir bislang nicht kannten: Das öffentliche Leben wurde heruntergefahren und damit auch der Ausbildungs- und Übungsbetrieb in der Feuerwehr eingestellt – „Corona“ hieß die Ursache. Improvisation, Digitalisierung und neue Wege waren gefragt, und das auf allen Ebenen.

Dies kam im Bericht des Wehrführers Jürgen Lang bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kirberg zur Sprache.

Im Rückblick auf das Jahr 2020 nannte er aber auch die Anschaffung des neuen Mittleren Löschfahrzeugs (MLF), welches das nun im Ruhestand befindliche LF 8 im Frühjahr 2020 ablöste. Nachdem Corona-bedingt nur eine Online-Einführung des neuen Fahrzeugs erfolgen konnte, war im Laufe des Sommers mit sinkenden Inzidenzen auch endlich wieder das Üben damit möglich. Dass Homeoffice-bedingt weniger Verkehr auf den Straßen und mehr Leute zu Hause waren ist wohl auch eine der Ursachen für den Rückgang des Einsatzgeschehens: Nur 20 Einsätze verzeichnete die Kirberger Einsatzabteilung im Jahr 2020 (zum Vergleich: 2019 waren es noch 45). Zum Glück, denn auch der Ausbildungsbetrieb wurde durch die „Corona-Bremse“ stark beeinträchtigt: Nur 5.305 Stunden statt wie 2019 noch 16.075 Stunden wurden verzeichnet. Auch die Kameradschaft blieb durch die Umstellung auf den Distanz-Betrieb auf der Strecke. Dabei sei ein Verlassen aufeinander letztlich die Basis der Kameradschaft. Diese besser zu pflegen werde hoffentlich nach vorne blickend bald wieder möglich sein. Jugendwart Vincent Schwarz erläuterte in seinem anschließenden Bericht, dass der „Shut down“ im März 2020 das Motto „JF für zu Hause“ entstehen ließ. Denn mit bereitgestellten Angeboten auf der Homepage, Rätselheften, Videobotschaften und -challenges kam die Jugendfeuerwehr auf digitalem Wege zu den Jugendlichen nach Hause. Ein kleiner Lichtblick waren die im Sommer möglichen Übungen in Kleingruppen, bei denen auch das neue MLF entdeckt werden konnte. Denn eigentlich hatte der Kirberger Löschnachwuchs 2020 viel größeres geplant: „50 Jahre Jugendfeuerwehr Kirberg“ sollte gebührend Geburtstag feiern – dieser Anlauf muss nun im Jahr 2022 erneut unternommen werden. Wer dennoch die Jubiläumsgeschichte der Kirberger Jugendfeuerwehr bereits jetzt kennen lernen möchte, für den ist die Festschrift „50 Jahre JF Kirberg“ unbeeindruckt von der Corona-Situation erhältlich, warb der Jugendwart zum Abschluss seines Berichts. Eine ähnliche Geschichte zum Jahr 2020 verlies auch die Kinderfeuerwehrwartin Marina Ronshausen: Nach dem Jahresstart mit Fackelwanderung und Faschingsparty wurde der reguläre Kinderfeuerwehrbetrieb unterbrochen. Mit Rätseln in der im Juni erschienenen Kirberger Feuerwehrzeitung und einem Kinderfeuerwehr-Kalender lassen sich die Aktivitäten zusammenfassen. Besonderes Highlight: Mit einer Collage und einem Stop-Motion-Video, bei dem alle Hünfeldener Kinderfeuerwehrkinder Videos zu Hause drehen und beisteuern konnten, wurde der dritte Platz beim Wettbewerb „Unsere Kinderfeuerwehr ist sicher“ der Unfallkasse Hessen erreicht – das Video ist auf der Homepage der Feuerwehr Hünfelden zu finden.

Aufgrund des eingeschränkten Lehrgangsbetriebes im vergangenen Jahr gab es auch nur einen kurzen Block an Beförderungen auszusprechen: Katharina Walther wurde als Feuerwehrfrau, Thorsten Kees als Hauptlöschmeister benannt.



Der neue Feuerwehrausschuss (v. l. n. r.): Jürgen Lang, Sophia Lang, Bastian Buchmann, Marina Ronshausen, Maike Jäger, Christian Becker, Erik Wenzhöfer, Jan Barwig, Sebastian Schmidt, René Koch

In den anschließenden Wahlen des Feuerwehrvorstandes gab es den ein oder anderen Personalwechsel: Mit bestätigter Wehrführung in Form von Jürgen Lang und Jan Barwig (Stellvertreter), bestätigtem Zugführer Sebastian Schmidt und ebenso bestätigtem Gruppenführer Bastian Buchmann folgt nun als zweiter Gruppenführer Christian Becker neu in den Feuerwehrausschuss. Bestätigt wurden außerdem Gerätewart Erik Wenzhöfer und Kinderfeuerwehrwartin Marina Ronshausen im Amt, wohingegen Zeugwart René Koch ebenso wie Jugendfeuerwehrwartin Sophia Lang und Presse- und Schriftwartin Maike Jäger neu im Feuerwehrausschuss in die nächste Amtszeit starten. Einen großen Dank richtete Wehrführer Jürgen Lang an alle, die damit aus dem Feuerwehrausschuss ausscheiden. Dies seien immerhin „Jahrzehnte an Feuerwehrerfahrung“, so der Wehrführer.



Die scheidenden Mitglieder des bisherigen Feuerwehr-Ausschusses neben Wehrführer Jürgen Lang (v. l. n. r.): Jürgen Lang, Kristina Hannappel, Sebastian Schlesies, Vincent Schwarz, Jens Reichardt, Paul Hofmann

Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer und Gemeindebrandinspektor Mario Bauer betonten, dass es nach dem turbulenten Jahr 2020 mehr als wichtig sei, wieder schnellstmöglich mehr Routine zu schaffen und die fehlende Übung zu kompensieren. Denn der Feuer- und Katastrophenschutz müsse bestmöglich gewährleistet werden. Zurückblickend richteten beide ihren Dank an die Einsatzkräfte, die sehr gut mit der Situation und dem Umstieg auf den Online-Betrieb umgegangen seien. Insbesondere dankte der Gemeindebrandinspektor auch dem Team, welches sich federführend um die Planung und Beschaffung des neuen MLFs kümmerte und dazu – mit Corona-Hürden – einiges an Aufwänden auf sich nahm. Mit Blick nach vorne sei die aktuell laufende Impfaktion für Einsatzkräfte und das in Planung befindliche Großprojekt „Neubau des Kirberger Feuerwehrhauses“ zu nennen. „Der Weg ist klar, aber er ist erst zu bauen“, so schloss Mario Bauer die Versammlung.