Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

Letzte Woche haben die Sommerferien begonnen, doch irgendetwas fehlt in diesem Jahr. Richtig, das traditionelle Zeltlager der Jugendfeuerwehr Kirberg, welches fast schon traditionell die Sommerferien bei vielen Jugendlichen einläutet, musste dieses Jahr den Corona-Beschränkungen weichen. Daher sei wenigstens dem Zeltlager in diesem Jahr gedacht: Ein Event, an das sicher jeder Jugendliche der ehemals in der Jugendfeuerwehr war oder es noch ist einige bleibende Erinnerungen hat – spannende, peinliche, abenteuerliche und sicherlich auch lustige…

Das jährliche Zeltlager hat seit jeher in der Kirberger Jugendfeuerwehr einen hohen Stellenwert. Jedes Jahr in der ersten Woche der Sommerferien findet das Lager rund um Kirberg statt und etwa alle fünf Jahre verschlägt es die Jugendlichen mal in ein Zeltlager außerhalb der heimischen Umgebung, beispielsweise ins Allgäu, an die Ostsee, nach Lohra oder einen anderen Ort in Nah oder Fern.

Zeltlager Blomberg 2017

Das erste der bisherigen 46 Zeltlager fand 1971 am Hain in Kirberg statt. Für die 24 Teilnehmer bestand der Auftakt aus dem Zusammenbau der Zelte, die damals noch mit Stangen und Planen gefertigt wurden. Generell lag das Hauptaugenmerk der anfänglichen Zeltlager auf dem geselligen Beisammensein, dem Einstudieren von Liedern, dem Wandern und der Holzbeschaffung, um das Lagerfeuer rund um die Uhr brennen zu lassen.

Zeltlager 70er

Gegenüber den ersten Zeltlagern hat sich jedoch einiges verändert. Wer es einmal miterlebt hat, kennt genau das abwechslungsreiche und unterhaltsame Programm der heutigen Zeltlager, welche jedes Jahr unter einem anderen Motto stehen. Dabei wird den Kindern und Jugendlichen einiges geboten, wie beispielsweise Ausflüge, Radtouren, Workshops, Spiele, und eine Lagerolympiade.

Lagerolympiade 2018

Früher wie heute besteht die Aufgabe der Jugendlichen in der Bewachung des Wimpels, der auch bei Nacht stets gegen sogenannte „Wimpeldiebe“ verteidigt werden muss. Von 90 Versuchen diesen zu klauen waren gerade einmal fünf erfolgreich.

Während bei den anfänglichen Zeltlagern noch am Lagerfeuer gekocht wurde, baute man später den alten TSA (Tragkraftspritzenanhänger) um zum MVW (Mannschaftsverpflegungswagen). 1993 wurde dann ein Küchenzelt gekauft, sodass der Zeltlagerkoch Stephan Weiser in diesem Zelt aktiv werden konnte. Seit 2000 hat sich sein Nachfolger Arndt Preußer als Sternekoch etabliert und bereitet im mittlerweile professionell ausgestatteten Küchenzelt schmackhafte Gerichte für die Jugendlichen und deren Betreuer zu.

Mannschaftsverpflegungswagen 1980

Den krönenden Abschluss der Zeltlagerwoche stellt immer der Lagerabend am Samstag dar, der von allen Teilnehmern, Angehörigen und Interessierten ausgelassen gefeiert wird. Erfreulicherweise hat sich in der Historie des Kirberger Zeltlagers die Anzahl der teilnehmenden Jugendlichen kontinuierlich erhöht, was für die Attraktivität der Veranstaltung spricht. Hoffentlich darf dann im nächsten Jahr das 47. Zeltlager wieder stattfinden…

Schon seit Anfang März wurde der Feuerwehrdienst bedingt durch das sich ausbreitende Corona-Virus ausgesetzt. Übungen, Unterrichte und Zusammenkünfte im Feuerwehrhaus, wie sie es regulär zu dieser Jahreszeit geplant waren, mussten entfallen. Als absehbar war, dass dieses Virus und die damit verbundenen Hygieneregeln und Kontaktverbote wohl länger als ein paar wenige Wochen anhalten würden, wurde sich natürlich auch unter den Floriansjüngern Gedanken gemacht, wie der Feuerwehrbetrieb und damit auch die fehlenden Übungsdienste abgefangen werden könnten. So wurden diverse kreative Lösungen in den Feuerwehren Hünfeldens gefunden: Zunächst starteten die Wehren aus Dauborn und Kirberg damit, ihre eigentlich geplanten Übungsabende auf ein digitales Format umzuarbeiten und so den Mitgliedern der Einsatzabteilung zu ermöglichen, per Videokonferenz an Theorieunterrichten teilzunehmen.

Videokonferenz

Dieses Angebot fand auch in den anderen Ortsteilen schnell Interesse, sodass sich die dortigen Einsatzkräfte ebenfalls in die Videokonferenzen einwählten, um an den Inhalten teilzuhaben. Auch sämtliche Sitzungen der Führung, der verschiedenen Fachbereiche und der Abteilungen wurden auf digitalem Wege durchgeführt, Pakete für Schul- und Kindergartenkinder anstelle der gewohnten Brandschutzerziehung geschnürt, um Feuerwehr von zu Hause aus bestmöglich zu entdecken.

Pakete Brandschutzerziehung

Doch nicht nur für den Übungsdienst wurden Alternativen gefunden: In Dauborn wie auch Mensfelden standen Abriss-, Um- und Anbauarbeiten am Feuerwehrhaus an, die unter strengen Abstandsregeln in Kleingruppen durchgeführt wurden. Auch wichtige Geräteprüfungen und Wartungen wurden durchgeführt wie beispielsweise die Prüfung der CO-Warner aus allen Ortsteilen im Neesbacher Feuerwehrhaus oder die Prüfung sämtlicher Gerätschaften und Fahrzeuge in Heringen.

Dauborn Feuerwehrhaus

Außerdem konnten die Einsatzabteilungen aus Kirberg und Dauborn Zuwachs in ihrem Fahrzeugpool in Empfang nehmen. In Kirberg nahm das neue MLF als Ersatz für das in die Jahre gekommene LF 8 Einzug, in Dauborn durfte das neue GW-L1 in Dienst gestellt werden. Einbau von Beladung, Einrichtung der Fahrzeuge sowie die Vorstellung der Fahrzeuge an die Einsatzabteilung und die Einweisung der Maschinisten folgte ganz besonders strengen Auflagen.

Kirberg Online Fahrzeugeinweisung

Bei Kinder- und Jugendfeuerwehr ging es zunächst recht ruhig zu, da der Fokus bei der Sicherstellung der Einsatzbereitschaft und Umsetzung aller geplanten Termine und Tätigkeiten derselben lag.

KF Huenfelden

Die in der Kinderfeuerwehr Mensfelden angefangenen Insektenhotels wurden den Kindern zum Fertigbauen nach Hause gebracht, lediglich zum Ostersüßigkeiten suchen kamen die Kinder in die Nähe des Feuerwehrhauses.

Insektenhotel Mensfelden

Auch in Ohren bekamen die Kinder ihre vor Ostern begonnenen Bastelarbeiten nach Hause gebracht und gleich noch ein paar Spielunterlagen dazu. In Neesbach durften sich die Kinder ebenfalls über ein Feuerwehr-Buch mit Rätseln, Malbildern und Stickern freuen. In Nauheim bastelte die Kinderfeuerwehr aus dem Homeoffice Schutzengel für die Einsatzkräfte.

Nauheim Schutzengel

Auch die Jugendfeuerwehren bekamen Aufgaben für zu Hause: Osterpräsente bestehend aus Knotenstrick und Ostereiern wurden in Neesbach, Nauheim und Dauborn unter den Jugendlichen verteilt. Gemeinsam erstellten die Jugendfeuerwehren aus diesen drei Ortsteilen auch jede Woche einen Flyer zur Vorbereitung auf die Jugendflamme. Zudem wurden zu verschiedenen Themen Videos erstellt, die den Jugendlichen als Ersatz für den Übungsdienst Inhalte auf digitalem Wege näherbringen.

Dauborn JF Videos

Ähnliches erfuhren auch die Jugendfeuerwehrmitglieder aus Kirberg: Nachdem zunächst ein Rätselheft und ein Corona-Paket bestehend aus Helm, Handschuhen und einem Knotenstrick verteilt wurde, folgten wöchentlich Aufgaben in Form von Rätseln und Knoten-Challenges zu den gewohnten Übungsdienstzeiten. So können sich die Jugendlich wenigstens aus dem Homeoffice in Sachen „Feuerwehr“ fit halten.

Corona Paket

Nun hoffen die kleinen und großen Floriansjünger, dass baldmöglichst wieder der „normale“ Betrieb weitergehen kann.

nachrufww

Hünfelden. Rund 5x5cm groß und 1cm dick, im Rot der Hilfsorganisationen und mit einem Schlüsselring versehen – so sieht es aus, das Geschenk, mit dem die Gemeinde und die Feuerwehr Hünfelden Leben retten möchte.

Jede/r kann jederzeit überall zum Lebensretter werden! Jedoch ist die Hemmschwelle zur lebensrettenden Atemspende schon zu normalen Zeiten spürbar gewesen, verstärkte sich dies durch Corona nochmal mehr. Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer und Gemeindebrandinspektor Mario Bauer haben aktiv etwas unternommen. Erzieherinnen, Bauhofmitarbeiter/innen, Rathausbedienstete mit Publikumsverkehr, Mitglieder der Hilfsorganisation DLRG, DRK und Feuerwehren dürfen sich nun freuen über das Geschenk aus dem Rathaus. 210 ehrenamtliche Einsatzkräfte in den Ortswehren, 140 Mitarbeiter der Gemeinde, 25 Rotkreuz- und 15 DLRG-Ehrenamtliche erhalten die Masken mit den besten Wünschen aus dem Kirberger Rathaus.

Silvia Scheu-Menzer hat herzlich eingeladen und dringend auch die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich aktiv um die Auffrischung ihrer eigenen ganz persönlichen Erste-Hilfe-Kenntnisse zu bemühen, spätestens sobald die Kurse wieder bei den örtlichen oder überregionalen Hilfsorganisationen anlaufen. Bis dahin, empfiehlt Gemeindebrandinspektor Mario Bauer, lohnt es sich nach den häuslichen, mobilen und betrieblichen Erste-Hilfe-Kästen und -kissen zu schauen. Sie können im Ernstfall nur dann helfen, wenn die darin verbrachten Materialien noch steril und funktionstüchtig sind. Unterziehen Sie den Verbandskasten einer visuellen Prüfung, checken Sie die aufgedruckten Verfallsdaten und bemühen Sie sich umgehend um Ersatz, um auf dem neuesten Stand zu sein, so wie auch Feuerlöscher stets gewartet, griffbereit und funktionstüchtig sein müssen – zusammen mit den Rauchwarnmeldern.

Nutzen Sie die aktuelle Zeit, um für die Zukunft Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu schaffen, denn auch im Homeoffice kann etwas passieren  und dann ist es gut, richtig gerüstet zu sein. Über neue Mitglieder/rinnen – ob passiv oder aktiv – freuen sich alle Hilfsorganisationen in Hünfelden und darüber hinaus – es ist für jeden etwas dabei. Informieren Sie sich einfach auf den Webseiten: https://www.feuerwehr-huenfelden.de/, https://drk-huenfelden.de/ oder https://kirberg.dlrg.de/.  

( FOTO-EHRLICH.de/Peter Ehrlich )

Große Freude bei der Übergabe am Hünfeldener Rathaus - v.l.n.r.: Rainer Brestel, Mario Bauer (Gemeindebrandinspektor), Christa Schneider (1.Vorsitzende DRK-Ortsverein Hünfelden), Georg Schardt (Vorsitzender des Personalrats), Marion Spandl (DLRG-Kirberg), Silvia Scheu-Menzer (Bürgermeisterin Gemeinde Hünfelden) und Inge Kügler (Bereitschaftsleiterin DRK-Ortsverein Hünfelden)

 

Feuerwehr Kirberg überreicht Info-Pakete für Vorschulkinder


Eigentlich kommen die Vorschulkinder der Kindertagesstätte in Kirberg jedes Jahr zu Besuch ins Feuerwehrhaus. Darauf freuen sich die meisten schon lange vorher und bereiten sich mit ihren Erzieherinnen intensiv vor.