Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

Am 30.09.2018 wurde die Jugendflamme in Villmar-Weyer abgenommen. Die Jugendflamme ist eine Auszeichnung für Jugendliche der Jugendfeuerwehr, die aus drei Stufen besteht. Dabei wird einiges an feuerwehrtechnischem Wissen und Können voraussetzt. Sie besteht jeweils aus einem Fragebogen, einer Schaumübung, Erste- Hilfe, einer Präsentation (nur für Stufe 3), einem sportlichen Teil und einer Verkehrsabsicherung. Die Aufgaben mussten jeweils in Gruppen bewältigt werden.

Gruppenfoto

Die erste Aufgabe bestand daraus, den Fragebogen zu meistern: Von 20 Fragen mussten mindestens 15 richtig beantwortet sein. Keine leichte Aufgabe, denn die Fragen reichten von „Wie heißt die Bundeskanzlerin?“ bis zu „Was bedeutet DLK 18/12?“.

Fragebogen

Nachdem diese Hürde überstanden war, ging es über zur Präsentation. Mit dem Thema „Die Geschichte der Jugendfeuerwehr im Kontext zu Kirberg“ wird der Vortrag gleichzeitig als Grundlage zur Festschrift des Jubiläums der Jugendfeuerwehr im Jahre 2020 genutzt.
Auf die erfolgreiche Präsentation folgten die Stationen des sportlichen Teils, der aus Aufgaben wie Feuerwehrknoten anlegen, einen Schlauch fehlerfrei auswerfen und ankuppeln und eine Feuerwehrleine werfen bestand - natürlich alles unter Zeitdruck. Als auch das ohne Fehler gemeistert wurde und alle übrigen Disziplinen bestanden waren, ging es an die Schaumübung.

Befehlsgabe

Da mehrere Jugendliche die Stufe 2 und Stufe 3 absolvierten, mussten sie die Übung teilweise sogar zweimal mitmachen. Ohne ernsthafte Schwierigkeiten wurde die Übung dann vollzogen und die Gruppe wurde vom Wertungsrichter gelobt.

Schaumangriff Stufe3

Es sollte also keine Überraschung mehr sein, dass alle Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Kirberg bestanden haben. Insgesamt haben neun Jugendliche die Jugendflamme Stufe 2 erhalten und sieben Jugendliche die Stufe 3. Alles im Allem war es ein sehr erfolgreicher Tag.

Das Vorgehen im Innenangriff in 600 bis 800 Grad heißen Räumen mit realem Feuer üben, sich während eines Flashovers im Raum befinden, ein Hohlstrahlrohr-Training und wichtige theoretische Inhalte zum Innenangriff – all das durften 14 Atemschutzgeräteträger aus Hünfelden bei der Heißausbildung in Gießen lernen und erleben.

Groß war das Interesse an dem Angebot in dem Trainingszentrum Mittelhessen. 14 Atemschutzgeräteträger aus den Hünfeldener Ortsteilen durften letztlich an der Ausbildung nahe Gießen teilnehmen. Zunächst wurden im Rahmen eines Theorieblocks wichtige Informationen zum Umgang mit dem Holstrahlrohr, zum zeitlichen Ablauf der Brandausbreitung und Rauchgasdurchzündung (Flashover) und zu Taktiken im Innenangriff zusammengefasst.

Ausgestattet mit Brandbekämpfungsanzug, Helm und Atemschutzgerät ging es im Anschluss weiter in die Praxis: In einem Container mit brennenden Holzpaletten sitzend konnten die Teilnehmer sich an die Brandwärme gewöhnen und bekamen eine Rauchgasdurchzündung mehrfach vorgeführt. So wurde den Feuerwehrleuten anschaulich und realitätsnah gezeigt, welche Anzeichen für eine solche Durchzündung zu erkennen sind und wie es sich anfühlt, wenn sich das Feuer plötzlich schlagartig über dem eigenen Kopf ausbreitet. Dabei wurden die physischen Belastungen durch Hitze und Rauch sowie die Grenzen der persönlichen Schutzausrüstung aufgezeigt. Eine spannende Erfahrung, die sicherlich sehr hilfreich im Hinblick auf das Verhalten bei solchen Brandszenarien ist.

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Bedrohlich schwarze Rauchwolken stiegen aus den Containern, in denen sich die Teilnehmer befanden.

Der dritte Teil der Ausbildung bestand aus einem Hohlstrahlrohrtraining: Das truppweise Vorgehen bei der Türöffnung konnte ausführlich geprobt werden – der Einsatz von Bandschlinge und Feuerwehraxt war dabei nicht unerheblich. Auch die Löschtechniken vom Temperaturcheck, der Rauchgaskühlung bis hin zum Selbstschutz und zum Feuer einfassen konnten unter fachmännischer Anleitung geübt werden.

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Die Türöffnung und der Umgang mit dem Hohlstrahlrohr wurden ausgiebig geübt.

Zum Abschluss der Ausbildung wurden alle Inhalte zusammengesetzt: Truppweise gingen die Teilnehmer in die Brandcontainer zur Personensuche und Brandbekämpfung vor. Nachdem im vollkommen dunklen Container eine Kriechstrecke mit voller Montur absolviert wurde, ging es in den ersten Brandraum.

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Voll ausgestattet ging es zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in die Brandcontainer.

Schwarzer, dichter Rauch lag in der Luft und die Temperaturen stiegen schlagartig auf rund 600 Grad an. Mit einem gefüllten, schweren Schlauch im Schlepptau und einem Ausbilder mit Wärmebildkamera an der Seite galt es, die Räume nach einer vermissten Person abzusuchen. Dabei wurden immer wieder neue Türen entdeckt, hinter denen auch Feuer loderten. Wie zuvor im Strahlrohrtraining geübt, musste die Türöffnung nun blind funktionieren – eine gute Kommunikation im Trupp war dabei von größter Bedeutung. Auch ein Obergeschoss musste entdeckt und abgesucht werden. Schließlich sollte die gefundene Person ins Freie gebracht werden, was bei einem insgesamt knapp 30-minütigen körperlich anstrengenden Einsatz in den realen Brandräumen oft die letzte Kraft gekostet hat. In einer kurzen Nachbesprechung des Einsatzes konnte der Ausbilder dem Trupp schließlich noch den ein oder anderen Tipp für die Zukunft mit auf den Weg geben.

Geduscht und gestärkt waren sich am Ende alle Teilnehmer einig: Jede Menge Eindrücke und Erfahrung konnte an diesem Ausbildungstag mitgenommen werden. Das eigene Verhalten in Brandräumen wurde getestet und jeder konnte seine persönlichen Grenzen kennen lernen – eine bessere Vorbereitung für einen realen Brandeinsatz kann es wohl nicht geben.

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Wie eine Freiwillige Feuerwehr aussieht wissen die rund 20 Löschzwerge der Kinderfeuerwehr Neesbach sehr genau. Wie es sich aber anfühlt, bei einer Berufsfeuerwehr zu arbeiten, erfuhren die Kids und ihre Betreuer hautnah bei ihrem Ausflug zur Berufsfeuerwehr in Offenbach.
Zu Beginn wurden sie von Christoph Viehmann begrüßt, der nicht nur freiwilliger Feuerwehrmann in Neesbach, sondern auch Berufsfeuerwehrmann in Offenbach ist.
Los ging es mit einer Führung durch den Fuhrpark, wo die Kids verschiedene Feuerwehrautos wie das HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug), Sonderfahrzeuge wie einen Unimog mit Schlauchboot oder auch Rettungswagen bestaunten. Das absolute Highlight war dann die Fahrt mit der Drehleiter, die die Kinder bis zu 30 Meter über die Dächer von Offenbach beförderte.


Wo die Feuerwehrmänner und -frauen während ihrer 24-Stunden Schicht schlafen, essen und trainieren, konnten die Löschzwerge auch herausfinden: In der Wache besichtigten sie die Schlaf- und Gemeinschaftsräume sowie die Atemschutzübungsstrecke. Besonders beeindruckt waren alle von der Leitstelle, wo alle Notrufe aus der Stadt Offenbach eingehen und bearbeitet werden.
Die Führung wurde durch zwei Alarmierungen der Feuerwehr unterbrochen. Hier erlebten die Kids hautnah, wie schnell die Feuerwehrmänner mit ihren Autos ausrücken, wenn es ernst wird.
Beim gemeinsamen Abschluss in der Grillhütte bedankten sich die Löschzwerge mit zwei selbstgebackenen Käsekuchen bei Christoph und seinen Kollegen für den tollen Nachmittag!

Rauch stieg bereits aus den Fenstern des Zwei-Parteien-Hauses in der Neesbacher Straße auf. Kurz darauf ertönte das Martinshorn aus verschiedenen Richtungen und auch Blaulicht war schnell zu sehen. Rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Kirberg, Ohren, Dauborn, Neesbach und der technischen Einsatzleitung (TEL) kamen zur Gemeinschaftsübung in Dauborn zusammen.

Angenommen wurde ein Kellerbrand im Bereich der Sauna, mehrere Personen galten als vermisst. Somit gab es einiges zu tun für die Einsatzkräfte in und um das vollständig verrauchte Haus:
Die Feuerwehrleute aus Dauborn konnten bereits von ihrem Feuerwehrhaus aus das Szenario erkennen und waren schnell vor Ort. So begannen sie gleich eine Löschwasserversorgung aufzubauen, um unter Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung im Keller des betroffenen Gebäudes vorzugehen. Die Brandbekämpfung von außen, Straße absperren und die Einsatzstelle ausleuchten zählten ebenfalls zu den Aufgaben. Unterstützt wurden die Dauborner Kameraden dabei von den kurz darauf eintreffenden Neesbacher Feuerwehrleuten.

Löschangriff
Ausgestattet mit Schlauch, Atemschutzgerät und vielem mehr ging es in den Innenangriff.

Die anrückenden Kräfte aus Kirberg und Ohren nahmen sich direkt die Rückseite des Gebäudes vor. Schnell stand fest, dass nur der Einstieg über den Balkon zum Erreichen des Erd- und Obergeschosses in Frage kam. Während einige Trupps eine zweite Löschwasserversorgung hinter dem Haus aufbauten, wurde die Steckleiter an dem Balkon angebracht.

Steckleiter
Nur über die Leiter war der Zugang zu den oberen Etagen möglich.

Drei Trupps konnten so unter Atemschutz die oberen Stockwerke des Hauses nach vermissten Personen absuchen – keine leichte Aufgabe in einem vollkommen verrauchten, unbekannten Gebäude. Die insgesamt sechs vermissten Personen konnten jedoch schnell entdeckt, ins Freie gebracht und von den Feuerwehrsanitätern erstversorgt und betreut werden.

Menschenrettung
Die geretteten Personen wurden unmittelbar erstversorgt.

Die Leitung des Einsatzes übernahm der stellvertretende Gemeindebrandinspektor aus Dauborn. Er wies den ankommenden Feuerwehrleuten Aufgaben und Abschnitte zu, damit diese direkt wussten, was zu tun ist. Innerhalb der Abschnitte konnten die Abschnittsleiter dann Aufgaben an ihre Kräfte vergeben und koordinieren. Zur Unterstützung des Einsatzleiters und Dokumentation des Einsatzes wurde das Einsatzleitfahrzeug aus Heringen in Stellung gebracht. Dort saßen Mitglieder der Hünfeldener Führungsgruppe (TEL) am Funk und gaben aktuelle Meldungen zum Einsatz weiter.

TEL
Die TEL war im Einsatzleitfahrzeug am Werk.

Nach etwa einer Stunde war die Meldung „Einsatz beendet – zum Abbau fertig!“ dem Funk zu entnehmen. Alle Personen waren gerettet und der Löschangriff konnte erfolgreich beendet werden. Nun wurde alles an Material für den nächsten Einsatz wieder fachgerecht in den Fahrzeugen verstaut, bevor es zur Abschlussbesprechung in das Dauborner Feuerwehrhaus ging. Dort fanden die Einsatzkräfte zur Stärkung auch einen kleinen Imbiss vor, den der Vorsitzende des Dauborner Feuerwehrvereins für die fleißigen Einsatzkräfte bereitgestellt hatte.
Die Bilanz des Abends: Die Herausforderung der Koordination einer solchen Anzahl von Einsatzkräften bei einem angenommenen Großeinsatz wurde erfolgreich gemeistert.

Eine richtige und schnelle Reaktion kann lebensrettend sein. Daher wollen die Erzieher und Erzieherinnen der Hünfeldener Kitas genauso wie die Mitarbeiter der Grundschulbetreuung der Freiherr-vom-Stein-Schule für den Ernstfall gerüstet sein: Bei einem praktischen Feuerlöschertraining konnte jeder unter Anleitung der freiwilligen Feuerwehrkräfte einmal selbst Hand anlegen, um im Fall der Fälle sicher und schnell den richtigen Griff zu machen...
Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr Kirberg begrüßten an zwei Terminen im August insgesamt über 50 Teilnehmer aus den Kindertagesstätten Kirberg, Ohren, Nauheim, Neesbach und Heringen sowie aus der betreuenden Grundschule zu einer Schulung.

(Foto: Vorführung, Titel: Arndt Preußer führte die Reaktion beim Löschen von brennendem Magnesium vor.)

Zunächst ging es in der Theorie um die Grundlagen der Brandverhütung, um Flucht- und Rettungswege, das richtige Verhalten im Brandfall, die Alarmierung von Rettungskräften sowie die örtlich bedingten Besonderheiten der Räumung in den einzelnen Kitas. Verschiedene Experimente veranschaulichten unterstützend die Schulungsinhalte.
Im Anschluss war selbst Hand anlegen bei der Praxis gefragt, denn der Umgang mit dem Feuerlöscher will gelernt sein. So konnte sich jeder der Teilnehmer mit dem Feuerlöscher in aller Ruhe vertraut machen und seine Funktionen unter fachmännischer Anleitung der Feuerwehrleute ausprobieren.

(Foto: Selbstlöschen, Titel: Auch großen Flammen traten die Erzieherinnen mit ihren Feuerlöschern mutig entgegen.)

Denn wer hat im Brandfall schon die notwendige Ruhe und Konzentration, die Anleitung auf dem Feuerlöscher zu lesen inklusive der Informationen, welche Art von Bränden überhaupt damit gelöscht werden darf? Gut vorbereitet wollten alle Teilnehmer für einen solchen Fall sein - damit können sie nun sicher in ihren Arbeitsalltag starten und wissen genau, was im Fall der Fälle zu tun ist.

Ein großer Dank gebührt an dieser Stelle den Kirberger Kameraden Bärbel Leukel und Arndt Preußer, die sich dem Bereich der Brandschutzschulung und -erziehung Jahr für Jahr immer wieder mit großem Engagement annehmen und die Schulungen federführend organisieren und durchführen.

(Foto: Gruppe 1)

(Foto: Gruppe 2)

Wissen Sie denn auch in sekundenschnelle, wo Sie den nächsten Feuerlöscher finden, wie dieser zu handhaben ist und ob sie damit den Brand überhaupt löschen dürfen ohne Schlimmeres anzurichten?
Die Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite - Fragen kostet nichts.