Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

Auch über unsere Aktivitäten im Hintergrund wollen wir Sie auf dem Laufenden halten: Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung von Aktionen der Freiwilligen Feuerwehr Hünfelden, die noch keine separate Berichtserstattung hatten:

02. Juli: „Waldbrand zwischen Dauborn und Neesbach“
In einer Gemeinschaftsübung erprobten die Wehren aus Dauborn und Neesbach das Vorgehen bei einem Waldbrand – ein realistisches Übungsszenario in diesem Sommer.
Waldbrand Dau Nee

11. August: Brandsicherheitsdienst bei den Flugtagen der Modellfluggruppe Goldener Grund
Immer wieder leiten wir Brandsicherheitsdienste bei Veranstaltungen – auch bei den diesjährigen Modellflugtagen auf dem Römberg wurde der Brandschutz sichergestellt.
BSD Modellflugtage

17. August: Hünfeldener Katastrophenschutz besucht FF Hofheim
Beim Besuch der FF Hofheim ging es mit der Drehleiter hoch hinaus. Auch weitere Fahrzeuge und Gerätschaften konnten besichtigt werden, bevor der Abschluss des Ausfluges in Frankfurt stattfand.
KATs Ausflug

17. August: Verleihung des Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuzes an Hünfeldener Einsatzkräfte
Im Rahmen der Kreisverbandsversammlung wurden zwei Hünfeldener Wehrführer für ihre Leistung geehrt: Jörg Schuhmann (Mensfelden) erhielt das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze, Jürgen Lang (Kirberg) erhielt diese Auszeichnung in Gold.
Verleihung Feuerwehr Ehrenkreuz

18. August: Kulturfestival in Mensfelden – nicht ohne die Hünfeldener Kinderfeuerwehren
Bei Spielstationen der Kinderfeuerwehr war jede Menge Spaß für viele Kinder geboten
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25. August: Ausflug des Wehrführerausschusses
Gemeinsam verbrachte ein Großteil des Hünfeldener Wehrführerausschusses auf der Lahn-Arche in Diez – ein kleiner Ausflug um in gemütlicher Atmosphäre mal ganz entspannt zusammenzusitzen.
Wefü Ausflug

Immer aktuell finden Sie umfangreichere Informationen unter www.feuerwehr-huenfelden.de oder auf unserem Facebook-Auftritt.

Am frühen Freitag Abend fand eine unangekündigte Alarmübung in Nauheim statt.

Bei Arbeiten am Kirchturm geriet dieser in Flammen und stand in Vollbrand. Dieses Szenario wurde vom Wehrführer Dirk Knoth ausgearbeitet. Vor Ort trafen die ersten Einsatzkräfte einen aufgeregten Pfarrer an, der noch Arbeiter in der Kirche vermutete.

Auch die Kameraden aus Niederselters kamen mit der Drehleiter unterstützend zur Übung.

Der enge Bewegungsfreiraum sorgte für eine spezielle Herausforderung.

Solche Alarmübungen fnden nicht oft statt, sind aber wichtig um die geübte Praxis von der Sommersaison noch mal zu trainieren und zu demonastrieren, so Gemeindebrandinspektor Mario Bauer.

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Nicht nur einmal ertönte dieser Schlachtruf der Rodgau Monotones am zweiten Septemberwochenende im nordrheinwestfälischen Xanten. Denn die Mädchengruppe der Kirberger Jugendfeuerwehr durfte dort das Land Hessen bei den Deutschen Meisterschaften im Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren vertreten. Dazu sind jedoch nicht nur die zehn Mädels der Wettkampfgruppe in den hohen Norden gereist – selbstverständlich war die gesamte Jugendfeuerwehr und ein großer Elternfanblock mit dabei, um dieses ganz besondere Event mitzuerleben.

Fanclub JF Kirberg
Die gesamte Mannschaft war mit den Kirberger Mädels nach Xanten gereist…

Schließlich wird dieser Wettbewerb nur alle zwei Jahre auf Bundesebene ausgetragen, die Qualifikation dazu findet in Hessen bereits im Vorjahr statt. Insgesamt 31 Mannschaften aus 16 Bundesländern waren nach Xanten gekommen, um sich dort im Wettbewerb bestehend aus einem praktischen Löschangriff (auch A-Teil genannt) und im Staffellauf mit Hindernissen (auch B-Teil genannt) zu messen. Aus Hessen ging neben der Mädchenmannschaft aus Kirberg noch die gemischte Mannschaft aus Petersberg-Steinau (Landkreis Fulda) an den Start. Beide Mannschaften qualifizierten sich durch ihren Hessenmeistertitel im vergangenen Jahr in ihrer jeweiligen Wertung für diesen Wettbewerb. Eröffnet wurde der Bundeswettbewerb bereits am Freitag mit einer Begrüßungsrede des Bundesjugendleiters Christian Patzelt und anschließender Willkommens-Party auf dem Xantener Marktplatz. Samstags stand am Vormittag zunächst ein Training der Wettkampfgruppen inklusive einer Probebewertung auf dem Sportplatz an.

Knoten
Auch die Knoten und Stiche konnten unter Bewertung und Zeitnahme nochmals getestet werden.

Am Nachmittag konnten dann alle Teilnehmer und Mitreisende die Xantener Innenstadt besuchen. Dort wurde anlässlich des Bundeswettbewerbes eine Katastrophenschutzmeile aufgebaut. Diese beinhaltete eine Ausstellung sämtlicher Rettungsorganisation wie Feuerwehr, Polizei, THW, DLRG, Deutsches Rotes Kreuz sowie der Bundeswehr. Hier konnten Fahrzeuge und Material bestaunt und weitere Informationen zu den Organisationen gesammelt werden.

Katastrophenschutzmeile
Nicht nur die Jugendlichen konnten bei der Katastrophenschutzmeile einiges entdecken…

Abends fand im Forum der Gesamtschule Xanten der sogenannte CreACTive-Teil statt, bei dem aus jedem Bundesland zwei Teams mit einem kreativen Beitrag antreten durften. Leider boten die Räumlichkeiten jedoch nur den teilnehmenden Mannschaften Platz, sodass alle weiteren Mannschaften diesem Event nicht beiwohnen konnten. Umso ausgeruhter konnte die Kirberger Mannschaft dafür am Sonntagmorgen an den Start beim Wettbewerb gehen. Die dort vorhandene Aschebahn waren die Mädels nicht gewohnt – so ist an den Stationen im B-Teil dadurch die ein oder andere Sekunde liegen geblieben.

Wickeln
Schlauch wickeln gehört genauso wie das Anlegen der Schutzausrüstung, das Einbinden eines Strahlrohrs sowie das Zielwerfen einer Feuerwehrleine zu den Stationen im B-Teil.

Der Löschangriff gelang den Kirberger Teilnehmerinnen dafür fast fehlerfrei, lediglich ein Fehler beim zu überwindenden Wassergraben war zu verzeichnen. Trotz der geringer als gewünscht ausfallenden Ausbeute von 1398 Punkten kam bei der Siegerehrung eine sehr gute Platzierung heraus: Platz 16 konnten die Kirberger Mädels für sich gewinnen und somit als einzige teilnehmende Mädchenmannschaft 15 Jungen- und gemischte Mannschaften hinter sich lassen.

Siegerehrung
Stolze Gesichter nach Verkündung der Ergebnisse.

Der Titel ging mit 1431 Punkten in das niedersächsische Wesel, welche mit einer Bestzeit von nur 1:36 min im B-Teil glänzten und eine Paradeübung präsentierten.

Doch nicht nur die Kirberger Mädchenmannschaft ist stark im Bereich der Wettbewerbe unterwegs: Am 01. September war die Jugendfeuerwehr Kirberg mit stolzen drei Mannschaften in allen Wertungen auf den Hessenmeisterschaften in Hünfeld vertreten – diese Bandbreite konnte in ganz Hessen keine weitere Jugendfeuerwehr vorweisen.

A Teil
Fehlerfreie Übungen im A-Teil wurden den Fans in Hünfeld präsentiert.

„Kirberger, wo seid ihr?“ – so der Schlachtruf, welcher nicht zuletzt die starke Präsenz der Kirberger Jungs und Mädels im Jugendfeuerwehrbereich untermauerte. Und wo sind sie nun? Mit allen drei Mannschaften schnitten die Kirberger im vorderen Bereich ab: Die gemischte Mannschaft sicherte sich mit 1406 Punkten Platz 9 bei 31 teilnehmenden Mannschaften. Die Staffel erreichte mit 1411 Punkten Platz Nummer 6 von 24 Mannschaften und die Mädchenmannschaft zeigte eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften mit sensationellen 1422 Punkten, dass sie in Top-Form ist und sicherte sich zum dritten Mal in Folge den Platz ganz oben auf dem Treppchen im Teilnehmerfeld von sechs Mannschaften.

Hessenmeisterschaften
Die Kirberger Mannschaften konnten glänzende Leistungen bei den Hessenmeisterschaften präsentieren.

Die Freiwillige Feuerwehr Kirberg sei mehr als stolz auf ihren Nachwuchs, so Wehrführer Jürgen Lang nach den Wettbewerben. Auch Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer und Gemeindebrandinspektor Mario Bauer ließen es sich nicht nehmen, die Jugendlichen bei diesen Wettbewerben in Teilen zu begleiten und den Fanblock tatkräftig zu unterstützen. Mit diesen Erfolgen im Rücken beendet die Jugendfeuerwehr Kirberg eine überaus erfolgreiche Wettbewerbssaison und startet nun in ein abwechslungsreiches Herbstprogramm.

Zum Ende der Übungs- und Wettbewerbssaison verschlug es 93 Jugendliche mit ihren Betreuern in den Moviepark Germany, denn der jährliche Ausflug der Hünfeldener Jugendfeuerwehren stand auf dem Programm.

Gruppenfoto

Der Freizeitpark im nordrhein-westfälischen Bottrop bot der altersmäßig gemischten Gruppe ein vielfältiges Programm: Viele Themenwelten gab es zu erkunden, sodass für Groß wie Klein etwas dabei war. Für die Halloween-begeisterten gab es einige Shows mit Gruselfaktor zu bestaunen, andere verschlug es eher in den wilden Westen, um dort Abenteuer im Freifallturm, mit der legendären Holzachterbahn „Bandit“ oder weiteren Looping-Achterbahnen zu erleben. Rund ging es gleich nebenan am Santa Monica Pier mit dem „Crazy Surfer“ – einem Mix aus Achterbahn und Karussell. Mittendrin, in den „Streets of New York“, war der Vampirjäger Van Helsing unterwegs. Die Mutigen der Gruppe stiegen nach einem Werkstattbesuch bei Van Helsing auch noch in seine Dunkelachterbahn ein. Letztere war nicht zuletzt besonders während der immer wieder auftretenden Regenschauer sehr beliebt… Und wer schon immer einmal davon geträumt hatte, ein Teil der Star Trek Crew zu werden, durfte im neu erbauten Federation Center bei der „Operation Enterprise“ an den Start gehen. Diese Rettungsmission war jedoch nichts für schwache Nerven: Der schwungvolle Start in der zugehörigen Achterbahn reichte hier nicht aus, um den ersten Höhepunkt zu überwinden. Vorwärts und rückwärts, senkrecht hoch und wieder herunter, es gab keine Richtung, die es nicht gab. Wem dies zu wild war, der war im „Nickland“ genau richtig. Verschiedene kleinere Achterbahnen, Autoscooter, Wildwasserbahnen und eine Spiellandschaft waren dort vorzufinden. Zwischendurch wurden Cafés und Imbissbuden oder Restaurants zur Pausenstation genutzt, sodass auch bis kurz vor Parkschließung sämtliche Attraktionen gestärkt getestet werden konnten.

Feuerwehrauto

Damit ist die Jugendfeuerwehr Hünfelden jedoch noch nicht durch mit ihrem Jahresprogramm: Bereits am 1. November findet die nächste gemeinsame Übung statt, bevor im Anschluss die Jahreshauptversammlung startet.

Dauborn/Bad Camberg/Erbach. Eine Straßensperrung alleine bringt schon genügend Sorgen mit sich, doch was, wenn dann an abgelegenen Orten der Einsatz von Feuerwehr oder anderen Einsatzkräften erforderlich wird. Zu einer spannenden Übung hatte die Feuerwehr Dauborn alarmiert.

Der “Nehemia Hof” in Gnadenthal ist ein Mitte der 80er Jahre umgebauter Bauernhof aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und wird heute als Jugendbildungsstätte genutzt. Sie befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Zisterzienserinnen-Kloster Gnadenthals, der heutigen ökumenischen Kommunität Jesus-Bruderschaft und liegt an der derzeit von Dauborn bis dorthin gesperrten Landstraße 3030. Die Zufahrt der Einsatzkräfte der Kernstadtwehr von Bad Camberg und Erbach konnte über das als Autobahnzubringer bekannte, bereits sanierte Stück erfolgen; die Feuerwehren aus Hünfelden mussten hingegen über Feldwege anfahren. Zusätzlich ist die Straßenbreite im Kloster Gnadenthal nicht so breit, so dass die Aufstellung der Fahrzeuge hintereinander erfolgte. Erst seit kurzem ist diese Liegenschaft mit 59 Betten und ca. 9.000 Übernachtungen pro Jahr mit einer automatischen Brandmeldeanlage ausgestattet.

Somit bot sich dieses Objekt hervorragend für die Gemeinschaftsübung an. Bei Arbeiten im Keller - so das angenommene Übungsszenario - kam es zu einer Verpuffung mit einem anschließenden Brand in der Garage, bei dem es zu einem Übergreifen der Flammen auf die Holzfassade und den Holzbalkon kam - die zwei Monteure wurden vermisst. Einer der Beiden befand sich im Keller, während der Zweite bei einem unternommenen Löschversuch bewusstlos wurde und im verrauchten Bereich lag. Durch den Brand wurde die Brandmeldeanlage ausgelöst, die die im Haus befindlichen Bewohner zum Aufsuchen des Sammelplatzes bewegte und die Feuerwehr alarmierten. Hierbei wurde beim Durchzählen festgestellt, dass Schüler vermisst wurden. Ein Schüler konnte später im verrauchten Keller aufgefunden werden, während sich eine vermisste Reinigungskraft auf dem Balkon im Innenhof befand und nicht mehr durch das dahinter liegende Zimmer entkommen konnte. Die vermisste Lehrerin befand sich im nicht verrauchten oberen Gebäudeteil mit einigen Kindern, die sie mit ihrer Rückenverletzung nicht alleine lassen wollten.

Aufgrund einer zeitgleichen Lage, mit vielen Verletzten an anderer Stelle im Landkreis, konnten zunächst keine weiteren Kräfte zugeführt werden, wodurch die Abarbeitung den vor Ort befindlichen Kräften oblag. Die Besonderheiten der Übung wurden im Verlauf der herbstlich schnell aufziehenden Dunkelheit und der äußerst komplexen Gebäudestruktur schnell deutlich. Nach erster Lageeinschätzung wurde der Hauptbrand an der Garage im unteren Teil des Gebäudes direkt bekämpft, die zwei Monteure gerettet und der weiteren Versorgung zugeführt sowie das Gebäude mittels Lüfter entraucht. Nach Eintreffen der Bad Camberger und Erbacher Wehren übernahmen diese unter Atemschutz die Suche und Rettung der vermissten Personen, während die Ausleuchtung der Einsatzstellen vorangetrieben wurde.

Das unwegsame Gelände forderte ein hohes Maß an Aufmerksamkeit von allen Einsatzkräften. Stadtbrand- und Gemeindebrandinspektoren waren zusammen mit der Führungsgruppe und den teilnehmenden Kräften sehr zufrieden über den harmonischen Ablauf und das professionelle Zusammenspiel der beteiligten Wehren. Bei einem gemeinsamen Imbiss, welcher durch die Jesus Bruderschaft spendiert wurde, konnten sich alle von den durchaus frischen Herbstabendtemperaturen aufwärmen und Kräfte für die Heimfahrt sammeln. Mehr Informationen zu den Feuerwehren www.FFW-Erbach.de, www.Feuerwehren-badcamberg.de und www.feuerwehr-huenfelden.de (Text & Bilder: Peter Ehrlich / FOTO-EHRLICH.de)

 

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