Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

„Bereit zur Abnahme der Kinderflamme!“ hieß es am 30.09.21 bei der Kinderfeuerwehr Kirberg. Seit Wochen hatten die Kinder diesem Tag entgegengefiebert. Nun war es endlich so weit. Unter den kritischen Augen der Betreuer und des Wehrführers Jürgen Lang, der das Abzeichen abnahm, konnten die 20 teilnehmenden Kinder zeigen was sie gelernt hatten.

Die Kinderflamme ist seit 10 Jahren fester Bestandteil der „Ausbildung“ in der Kinderfeuerwehr Kirberg. Hierbei gilt es, sich in spielerischer Form Wissen über die Feuerwehr anzueignen und dies auch praktisch umsetzen zu können. Dazu gehört unter anderem zu wissen, welche Aufgaben die Feuerwehr hat, was zur persönlichen Schutzausrüstung gehört und wie ein korrekter Notruf abgesetzt wird.

Vorbereitung
Letzte Vorbereitungen vor der anstehenden Abnahme…

Die Kinderflamme besteht aus fünf Stufen, die die Kinder nach und nach erreichen können. Dementsprechend anspruchsvoller werden auch die Themen, die die Kinder umsetzen.

Aufbau Szenarien
Ganz kreative Szenarien dachten sich die Kinder aus.

In diesem Jahr war es die Aufgabe, in Kleingruppen Einsatzszenarien mit der Hilfe von Playmobil und sonstigen Materialien zu entwickeln und darzustellen. Es sollte zu erkennen sein, welcher Notfall genau gezeigt wird, was die Feuerwehr tun muss und welche Aufgaben die Kinder als Ersthelfer übernehmen könnten.  Hierbei entstanden mit den unterschiedlichsten Materialien (Steine, Blätter, Äste, Zeichnungen, …) unglaublich kreative und komplexe Szenerien, die die anwesenden Erwachsenen sehr beeindruckten. Alle Fragen, die Wehrführer Jürgen Lang zu den einzelnen Themen stellte, konnten die Kinder wie aus der Pistole geschossen beantworten und zeigten eine unglaubliche Teamleistung.

Ergebnisvorstellung
Mit Bravour erklärten die Kinder alle aufgebauten Szenarien.

So war es auch nicht überraschend, dass am Ende allen Kindern feierlich die errungenen Abzeichen verliehen werden konnten. Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr an die Kinder, die die erste Stufe erreichten, die „Tatze“ verliehen. Dieses Abzeichen ging aus der Kinderflamme hervor und wurde vom Land Hessen initiiert. Vier Kinder erlangten die Stufe fünf und sind somit bereit für die Jugendfeuerwehr! Danach durften alle Teams noch mit ihren Modellen spielen. Dabei entstanden direkt die nächsten Ideen und der Abend hätte nach Meinung der Kinder noch viel länger dauern können…

Zum Abschluss stellten sich die Kinder zum gemeinsamen Gruppenbild auf und waren einhellig der Meinung: „Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei!“

Gruppenfoto
Stolze Blicke am Ende des Übungsabends – alle Kinder haben ihr Abzeichen erhalten.

Der Umgang mit einer Motorkettensäge will gekonnt sein.

Regelmäßig werden die Einsatzkräfte der Hünfeldener Feuerwehr aus- und weitergebildet. Ein umgefallener Baum, der unter starker Spannung steht, gehört ebenso zum Standard-Ausbildungsprogramm, wie das Schärfen oder Wechseln der Kette. In praktischen und theoretischen Ausbildungseinheiten wird das Fachwissen vermittelt und abgeprüft.

Die Forstmitarbeiter der Gemeinde Hünfelden haben dafür eine besondere Ausbildung, um die Weiterbildung auch ausrichten zu dürfen.

Auch das Tragen spezieller Schutzkleidung ist jedes Mal ein großes Thema. In diesem Jahr konnten wieder 13 Einsatzkräfte die Befähigung zum Führen einer Motorkettensäge erhalten. „Wir sind sehr stolz und dankbar, dass wir in der eigenen Kommune diese Aus- und Fortbildung anbieten können und dass es angenommen wird.“ So Gemeindebrandinspektor Mario Bauer.

Der Biegesimulator versetzt den Baum unter Spannung.

 

Aufmerksam wird den Erläuterungen gefolgt.

 

Anfang September fand im Feuerwehrhaus Kirberg die Abnahme der Jugendflamme 1 und 2 statt.

Bei den Jugendflammen handelt es sich um einen Ausbildungsnachweis der deutschen Jugendfeuerwehr, der in drei Stufen gegliedert ist und das feuerwehrtechnische Wissen eines jeden Jugendfeuerwehrmitglieds prüft.

Damit die Jugendlichen die Stufe 1 der Jugendflamme verliehen bekommen konnten, mussten sie ihr praktisches und theoretisches Wissen aus dem Feuerwehrwesen unter Beweis stellen. Vieles wurde den jungen Kameradinnen und Kameraden, die zum Teil erst wenige Monate oder Wochen in der Jugendfeuerwehr sind, abverlangt.

Jufla 1 Fahrzeug

Es mussten unter anderem Kenntnisse zu verschiedenen wasserführenden Armaturen, wie Verteilern, Schläuchen oder Mehrzweckstrahlrohren, nachgewiesen werden. Auch das korrekte Absetzen eines Notrufes, das Auffinden eines Unterflurhydranten, Verhaltensweisen in der ersten Hilfe, Verkehrssicherheit eines Fahrrads und die Anfertigung von Knoten gehörten zur umfangreichen Abnahme.

Für die schon etwas erfahreneren Jugendfeuerwehrmitglieder stand die Prüfung für die Jugendflamme 2 an. Damit die Jugendlichen zu dieser Prüfung zugelassen werden können, müssen sie die Jugendflamme 1 bereits erfolgreich bestanden haben. Im Gegensatz zur Jugendflamme 1, in der jeder Bewerber als „einzelner“ antritt, ist bei der Jugendflamme 2 die Gruppe ausschlaggebend.

Jufla 2 Uebung

In der zweiten Ausbildungsstufe wurde vor allem das Wissen zum Absperren einer Unfall- bzw. Einsatzstelle geprüft. Auch Kenntnisse der ersten Hilfe waren mit dem Auffinden und Behandeln einer bewusstlosen Person gefragt. Hinzu kamen noch der Aufbau einer Wasserversorgung mit Unterflurhydranten als Wasserentnahmestelle, sowie Fahrzeugkunde am eigenen Fahrzeug, an dem mehrere Armaturen benannt und mit Funktion erklärt werden mussten. Auch eine Einsatzübung und ein Hindernislauf wurden durchgeführt. Zum Schluss mussten die Prüflinge eine theoretische Prüfung absolvieren.

Teilnehmer Jufla 1

Alle Jugendlichen konnten erfolgreich an den Ausbildungsnachweisen teilnehmen und dürfen nun stolz das jeweilige Abzeichen an der Jacke tragen, das im Anschluss an die Abnahme durch den Abnahmeberechtigten Arndt Preußer überreicht wurde.

Teilnehmer Jufla 2

- zum Glück nur eine Übung. Aber angenommen, es wäre Winterzauber und angenommen, das alte Rathaus steht in Flammen, dann wäre gleich ein Großalarm mit potenziell sehr vielen Verletzten auszulösen. Besser also, auch ein solches hoffentlich nie eintretendes Ereignis einmal geübt zu haben.

So wurden die Wehren aus Ohren, Kirberg, Dauborn und Neesbach zu etwaigem Szenario zur Übung alarmiert. Wild geparkte Fahrzeuge rund um die Einsatzstelle simulierten dabei Marktstände des traditionellen Hünfeldener Winterzaubermarktes und erschwerten den Einsatzkräften die Anfahrt und das Durchkommen. Ein brennendes Dachgeschoss, ein verrauchtes Obergeschoss sowie ein teilverrauchtes Erd- und Kellergeschoss erwarteten die anrückenden Einsatzkräfte. Darin ward zudem eine unbekannte Anzahl an Personen vermisst.

Lagebesprechung
Schnelle Abstimmung war zwischen den verschiedenen Einheitsführern gefragt.

Während die Wasserversorgung zur Brandbekämpfung von den ersten eingetroffenen Helfern hergestellt wurde, rüsteten sich Angriffstrupps und Wassertrupps mit Atemschutzgeräten aus, um in den Innenangriff zur Menschenrettung zu starten. Mit verblendeten Masken wurde bei nahezu Nullsicht jeder Winkel des Gebäudes abgesucht, um so keine eventuell versteckte oder eingeschlossene Person zu übersehen und sämtliche Brandnester mit dem mitgeführten Schlauch und Wasser direkt abzulöschen. So wurden insgesamt 6 Personen aus allen Etagen des Gebäudes von mindestens vier Trupps allein im Innenangriff gerettet. Eine Person im ersten Obergeschoss geriet in Panik und konnte nicht mehr auf die Rettung warten, sodass der rasend schnell aufgebaute Sprungretter in Stellung gebracht werden musste, um die Person durch einen Sprung aus dem Fenster zu retten.

Innenangriff
Ein großer Kraftakt ist es im Innenangriff, neben der ohnehin schon gewichtigen Ausrüsten und unter erschwerten Sichtbedingungen, Personen zu retten.

Von außen wurde parallel ein mehrseitiger Löschangriff aufgebaut, um sowohl das in Flammen stehende alte Rathaus zu löschen, aber auch die benachbarten Gebäude in der engen Bebauung des alten Ortskerns zu schützen.

Um die insgesamt etwa 60 Einsatzkräfte bei diesem angenommenen Großeinsatz bestens zu koordinieren und die örtliche Einsatzleitung zu unterstützen war zudem die Technische Einsatzleitung im Einsatzleitwagen aktiv. Von dort wurden die Lage und etwaige Bedarfe dokumentiert und an die Leitstelle weitergegeben. Nach etwas über einer Stunde fiel dann der erlösende Funkspruch „Feuer aus“. Nachdem im strömenden Regen alle Materialien wieder abgebaut und verladen waren, wartete nach kurzer Nachbesprechung in der trockenen Fahrzeughalle noch ein kleiner Imbiss zur Stärkung auf alle anwesenden Einsatzkräfte.

ELW
Ein Großteil der Funk- und Lagemeldungen wurde unterstützenderweise von der Technischen Einsatzleitung (TEL) abgegeben.

Hilfe zur Selbsthilfe bei Unwetter

Sandsackfüllaktion für Hünfeldener Bürger und Unternehmen.

In immer kürzeren Abständen wird auch unser Landkreis und somit auch die Gemeinde Hünfelden von Unwettern und Starkregen-Ereignissen heimgesucht.

Die Feuerwehr ist dabei stets mit aller verfügbaren Technik und sämtlichem Personal im Einsatz.
Dennoch gelingt es nie, an allen Einsatzstellen gleichzeitig zu helfen, weil dieses sowohl technisch als auch personell leider unmöglich ist.


Um die Hünfeldener Bürger und Unternehmen bereits bei der Vorbeugung bzw. Minimierung von Wasserschäden zu unterstützen, bieten Feuerwehr Hünfelden und Gemeinde Hünfelden allen interessierten Hünfeldener Bürger und Unternehmen an, sich selbst mit ausreichend Sandsäcken zu versorgen, um im Unwetterfall Haustüren, Kellerfenster. Garageneinfahrten oder Werkstore mit Sandsäcken gegen eindringendes Wasser zu schützen.

Die Feuerwehr Hünfelden füllt Ihnen die gewünschte Zahl an Sandsäcken ab.


Die Abgabe der gefüllten Sandsäcke erfolgt in haushaltsüblichen Mengen gegen einen Obolus eines Euros pro Stück.


Fachmännische Beratung durch anwesende Feuerwehrleute gibt es kostenlos dazu.

Der Erlös der Aktion kommt ausschließlich der erweiterten Unwetter-Ausrüstung der Feuerwehr zugute.

 

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