Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

Am letzten Wochenende ging es heiß her bei der Neesbacher Feuerwehr: die Jugendfeuerwehr feierte ihr 50-jähriges Jubiläum und das neue Löschfahrzeug wurde offiziell übergeben.

50 Jahre ist es her, dass in Neesbach eine Jugendfeuerwehr gegründet wurde. 1972 gaben der damalige Ortsbrandmeister Willy Litzinger sowie die beiden Kameraden Helmut Kaulbach und Manfred Viehmann den Anstoß, die Jugendfeuerwehr ins Leben zu rufen. Mit großem Erfolg: Schon nach kurzer Zeit trafen sich regelmäßig rund 20 Nachwuchsbrandschützer im Alter zwischen 10 und 17 Jahren.

Ein halbes Jahrhundert später hat die Jugendfeuerwehr 9 aktive Mitglieder und ist aus Neesbach und Hünfelden nicht mehr wegzudenken. Zu ihrem 50-jährigen Jubiläum luden die Jugendlichen die Jugendfeuerwehren aus Hünfelden sowie Gäste aus der Politik zur Party rund um das Feuerwehrhaus ein.

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Jugendfeuerwehr Hünfelden-Neesbach

In ihren Grußworten bedankte sich Bürgermeisterin Silva Scheu-Menzer bei damaligen und aktuellen Jugendfeuerwehrwarten für ihr Engagement und betonte die Wichtigkeit ihrer Arbeit, denn viele der ehemaligen Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr sind heute aktive Brandschützer und wichtiger Bestandteil der Feuerwehr.

Nach den Grußworten startete die Party und die kleinen und großen Gäste konnten sich auf der Hüpfburg in Form eines Feuerwehrautos und an den verschiedenen Spielangeboten austoben. Während einer Pause erfrischten sich alle mit Pizza aus dem Steinofen, kühlem Eis und Getränken.

Am Sonntag ging es dann weiter: im Rahmen des Sommerfestes wurde das neue Löschfahrzeug, ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W), offiziell an die Neesbacher Kameraden durch Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer übergeben.

Wehrführer Lars Schmidt berichtete, dass das neue Auto durch eine kleine Arbeitsgruppe geplant und entworfen wurde. In vielen Arbeitstreffen wurden die Geräteräume im Fahrzeug geplant, sodass eine schnellstmögliche Ausrüsten am Fahrzeug möglich ist. Auch wurden Erfahrungen mit vorherigen Autos verarbeite: das alte Tragkraftspritzenfahrzeug war mit einer Leiter, einer Pumpe und Atemschutzgeräten ausgestattet. Wasser sowie ein Stromerzeuger fehlten. Die fehlenden Ausrüstung wurden damals im zweiten Feuerwehrauto, einem selbst gebauten GW-N (Gerätewagen-Nachschub,) nachgeliefert. Dies war kein optimaler Zustand, denn nach dem Motto des alten Ortsbrandmeisters Willy Litzinger, ist „das schnellste Wasser (bei einem Brand) immer das beste Wasser“. Mit dem neuen TSF-W hat Neesbach nun „schnelles“ Wasser sowie alle nötigen Geräte in einem Auto vereint und somit die perfekte Lösung für Neesbach realisiert.

Gäste aus Politik und Kirche wünschte allezeit gute Fahrt und Silvia Scheu-Menzer übergab symbolisch einen großen Schlüssel aus Hefezopf. Nach der Fahrzeugübergabe startete das Sommerfest, dass durch den Förderverein organisierte wurde.

Bei strahlendem Sonnenschein freuten sich die Gäste über leckere Essen und kühle Getränke. Die Kleinsten konnten sich bei Wasserspielen abkühlen sowie bei der Schatzsuche auf dem Spielplatz austoben.

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Einsatzabteilung, Kinder- und Jugendfeuerwehr Hünfelden-Neesbach und Ehrengäste

Nach zwei Jahren Pause entschied das Land Hessen, dass es in diesem Jahr wieder die Kreisentscheide zur Feuerwehrleistungsübung geben solle. So fand am 21. Mai die Feuerwehrleistungsübung des Landkreis Limburg-Weilburg statt. Insgesamt 9 Mannschaften, davon 4 aus Hünfelden, traten in Villmar an.

Für die Leistungsübung mussten die Staffeln (sechs Leute) und Gruppen (neun Leute) einen Theorie- sowie einen Praxisteil erfüllen. Begonnen wurde früh morgens mit dem Theorieteil, bei dem die Feuerwehrleute Fragen zur Arbeit der Feuerwehr schriftlich beantworten mussten.

Danach folgte die praktische Übung, bei der auf Zeit eine verletzte Person gerettet werden musste und ein Brand zu löschen war.  Als Person hielt eine etwa 30 Kilogramm schwere Puppe her, das Feuer wurde durch Metallfallklappen simuliert, die mit einem gezielten Wasserstrahl möglichst schnell umgelegt werden mussten. Im Anschluss wurden Lose gezogen und vier Feuerwehrleute pro Mannschaft mussten jeweils einen speziellen Knoten binden. Darunter waren der Achterknoten mit Spierenstich oder auch der Schotenstich. Danach galt es nur noch aufzuräumen, damit die nächste Mannschaft unter den möglichst selben Bedingungen die Leistungsübung durchführen kann. 

Am Ende freute sich die Staffel aus Kirberg über den 8. Platz, die Staffel aus Dauborn über den 6. Platz, die Staffel aus Ohren über den 5. Platz und die Gruppe aus Neesbach über den 2. Platz.  Mit 100% belegte Beselich-Obertiefenbach den ersten Platz und darf somit den Landkreis im Bezirksentscheid vertreten.

 

Da machte der Neesbacher Feuerwehrnachwuchs große Augen, als bei ihrer Übungsstunde ein Krankenwagen vor dem Feuerwehrhaus parkte und zwei Sanitäter ausstiegen. Die zwei Sanitäter waren Inge und Christian vom Deutschen Roten Kreuz (Ortsverein Hünfelden), die heute die Löschzwerge zum Thema „Erste Hilfe“ besuchten.

Inge und Christian erklärten, dass sie ehrenamtlich bei dem Roten Kreuz helfen. Als Sanitäter tragen sie, ähnlich wie bei der Feuerwehr, spezielle Schutzkleidung und einen Helm mit rotem Kreuz. Mit ihrem Krankentransportwagen, kurz KTW,  transportieren sie hauptsächlich nicht kritisch erkrankte Personen. Darin unterscheidet er sich maßgeblich vom Rettungswagen, der in der Notfallrettung zum Einsatz kommt.

Alle Löschzwerge durften sich das KTW von außen und von Innen ansehen. Christian erklärte sämtliche Gegenstände und Instrumente. Die Löschzwerge bekamen ihren Sauerstoffsättigung gemessen, durften die mobile Krankentrage ausprobieren, sich den Arm schienen lassen und gemeinsam das richtige Aufkleben von einem Pflaster üben.

Zum Schluss fragte Inge, wie die Kinder in einem Notfall Hilfe holen können? Blitzschnell kam die richtige Antwort: Natürlich, die „112“ anrufen.

An dieser Stelle vielen Dank an Inge und Christian vom Roten Kreuz für ihren Besuch. Es war eine tolle Übungsstunde, von der die Kinder noch viel erzählen werden.  

Müll und besonders Plastikmüll gehören nicht in unsere Natur. Leider passiert es doch immer wieder, dass Müll achtlos in die Umwelt entsorgt wird. So auch auf Wegen und Plätzen in und rund um Hünfelden-Neesbach zu beobachten.

„Höchste Zeit für eine ordentliche Müllsammelaktion“, dachten sich Jagdpächter Marco Immel und Kinderfeuerwehrwartin Lisa Viehmann. Gemeinsam organisierten sie eine Müllsammelaktion der Kinder-, Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr sowie den Jägern.

Bei schönstem Sonnenschein trafen sich am Samstagvormittag 40 große und kleine Helfer am Feuerwehrhaus.  Ausgestattet mit Handschuhen, Warnwesten sowie Müllsäcken starteten die Gruppen in unterschiedliche Richtungen und suchten Feldwege, Straßen sowie Plätze ab und sammelten jede Menge Unrat.

Die Kinderfeuerwehr knüpfte sich die Wege und Gässchen in Neesbach vor. Hier sammelten die eifrigen Kids jeden Schnipfel und staunten über die vielen Hygienemasken, die sie am Wegrand fanden. Die Jugendfeuerwehr sammelte alles Rund um das Wasser- und Pumphäuschen. Die Jäger räumten die Plätze Rund um die Windräder ab, wo leider viel Müll illegal entsorgt wurde.

Gegen 13h versammelten sich die Gruppen müde, aber glücklich am Feuerwehrhaus und schlossen mit einem gemeinsamen Imbiss diese erfolgreiche Aktion ab. Zusammen wurden viele Säcke Müll sowie diverse Gegenstände aus der Neesbacher Umwelt entfernt. Dafür wird allen großen und kleinen Helfern ein herzliches Dankeschön ausgesprochen!

  

 

Nach langer Zeit von Theorie-Ausbildungen per Online-Unterrichten starteten die Einsatzabteilungen aus Kirberg und Ohren im März endlich wieder in die Praxis. Zum einen ermöglichten die länger werdenden Tage und wärmeren Temperaturen wieder das praktische Üben im Freien, zum anderen durften nach langem coronabedingten Distanzgebot endlich wieder Treffen vor Ort stattfinden.

 

Leitern

 

So konnten lange nur theoretisch durchdachte Tätigkeiten endlich mal wieder praktisch geprobt werden. Mit verschiedenen Stationen an sämtlichen Fahrzeugen wurden zunächst einfache und wichtige Handgriffe geübt: Das Stellen und Besteigen einer Leiter, das Aufbauen einer Wasserversorgung und das Ausleuchten einer Einsatzstelle bildeten nur einen Teil des Spektrums ab.

 

Löschangriff

 

Gleich im nächsten Übungsdienst stand das Thema „Atemschutz“ groß auf dem Programm. Lebenswichtige Handgriffe zum richtigen Anlegen der Atemschutzausrüstung wurden in Ruhe erklärt und geprobt. In drei Stationen folgten weitere Übungsszenarien: Das Atemschutznotfallset wurde ausprobiert und dessen Verwendung geübt, eine Türöffnung auf verschiedene Art und Weisen praktisch in Erinnerung gerufen und eine Runde Ausdauerlauf mit Hindernissen durchgeführt, um die Belastung des Einsatzgeschehens über eine längere Zeitdauer zu simulieren.

 

Atemschutznotfallset

 

In weiteren Unterrichten folgte bereits eine Auffrischung zur Nutzung der Wärmebildkamera und ein Seminar zur Notfalltüröffnung mit wiederum mehreren Praxisstationen. So können die Kameraden und Kameradinnen rund um ihr Aufgabenspektrum in der Praxis wieder üben, damit im Einsatzfall die Handgriffe wie im Schlaf sitzen. So bilden Mannschaft und Material nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch wieder eine gute gemeinsame Einheit.

Das zeigen die Feuerwehrleute übrigens auch gern der Öffentlichkeit: Am 1. Mai wird in Kirberg der Neuzugang im Fahrzeugpark, das MLF, eingeweiht. Dazu laden die Kameradinnen und Kameraden herzlich ab 11.30 Uhr ins Kirberger Feuerwehrhaus ein.

 

Plakat A3 Fahrzeugeinweihung MLF