Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

Das Wetter spielte mit und so konnten rund 60 zukünftige Feuerwehrmänner und – frauen am zweiten Hünfeldener Kinderfeuerwehrtag einen tollen Nachmittag genießen!

Gestartet wurde mit einer gemeinsamen Wanderung vom Feuerwehrhaus in Kirberg zum Grillplatz in Ohren. Nach der offiziellen Begrüßung durch Gemeindebrandinspektor Mario Bauer und der Gemeinde-Kinderfeuerwehrwartin Lisa Viehmann ging es los mit den verschiedenen Aktionsständen. Hier konnten die Kids basteln, spielen, ihr Feuerwehrwissen testen oder mit dem Schlauch am Brandhaus üben. Bei einer Runde Riesen-Twister überzeugte sich die Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer persönlich, wie fit die Kids sind.

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Bei so viel action darf die Verpflegung natürlich nicht fehlen. Daher grillten die Feuerwehrmänner aus Ohren leckere Würstchen. Mit einem gemeinsamen Abschlussspiel endete der Kinderfeuerwehr-Tag.

Hast du auch Lust bei der Kinderfeuerwehr mitzumachen? Bist Du zwischen 6 und 10 Jahre? Dann schau mal auf www.feuerwehr-huenfelden.de. Hier findest Du zu jedem Ortsteil Deinen Ansprechpartner. Rainer (Ohren), Marina (Kirberg), Katja (Dauborn), Lisa (Neesbach), Ramona (Heringen), Julia (Nauheim) und Michael (Mensfelden) freuen sich auf Dich.

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Täglich ereignen sich auf unseren Straßen etliche Verkehrsunfälle. Leider gehen dabei nicht alle glimpflich aus - oft wird die Feuerwehr benötigt, um eingeklemmte Personen zu befreien. Doch wie bereiten sich die Feuerwehrleute am besten auf solche Einsätze vor?

Es gibt nicht "den" Verkehrsunfall, bei dem nach der Schritt-für-Schritt-Anleitung immer gleich vorgegangen werden kann. Jedes Unfallszenario, jede Fahrzeugart, jede Art der Verletzungen der Fahrzeuginsassen erfordert ein individuelles Vorgehen der Feuerwehrleute.

"Liegt das Fahrzeug auf dem Dach? Befindet sich das Fahrzeug in einer instabilen Lage und muss gesichert werden? Wie viele Personen befinden sich in dem Fahrzeug? Sind sie ansprechbar oder lebensgefährlich verletzt?" - dies ist nur ein kleiner Teil der Fragen, die den Einsatzkräften der Feuerwehr beim Erreichen einer Einsatzstelle durch den Kopf schießen.

"Wie gehen wir dabei vor?" lautet die entscheidende Frage, die die Führungskräfte ihrer Mannschaft bereits bei der Ankunft in sekundenschnelle beantworten müssen. "Schnell, gezielt, professionell, schmerzfrei" - so meist der Wunsch der verletzten Fahrzeuginsassen. Doch auch die Eigensicherung der Einsatzkräfte muss beachtet werden - so kann es notwendig sein, ein Fahrzeug erst gegen Abrutschen, Umkippen oder weitere Gefahren zu sichern, bevor die Einsatzkräfte an dem Fahrzeug arbeiten können. Dabei muss natürlich alles schnell gehen. Doch Stress, Hektik, Nervosität und Schreie oder Schockzustände der Verletzten - all dies erschwert ein schnelles, professionelles und konzentriertes Handeln der Feuerwehrkräfte.

 

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Ausbildung und Übung hilft den Feuerwehrleuten, verschiedene Szenarien professionell und gelungen zu meistern. Dieser Ansicht war auch der Landkreis Limburg-Weilburg, welcher daher seit diesem Jahr den Lehrgang "Technische Hilfeleistung Verkehrsunfall" auf Kreisebene anbietet.

Neben der Theorie zu physikalischen Gesetzen, Rechtsgrundlagen, Einsatzlehre, Fahrzeugtechnik, Heben und Ziehen von Lasten, war vor allem der Praxisteil interessant: Heben und Ziehen von Lasten, Gerätekunde, Sichern und Stabilisieren von verunfallten PKW und patientenorientierte Rettung standen in mehreren Übungseinsätzen auf dem Programm.

 

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Neue Fahrzeugtechnik, neue Gerätschaften - die Technik steht nicht still und so sind auch ständig neue Aus- und Weiterbildungen von größter Wichtigkeit.

Einige Kameraden aus Kirberg durften diesmal an dem Lehrgang teilnehmen und hatten so die Möglichkeit, den Umgang mit ganz verschiedenen Szenarien, unterschiedlichen Anforderungen und diversen Gerätschaften zu üben.

Dieses Wissen wird sicherlich bei den kommenden Übungen in der eigenen Wehr Anwendung finden und an die anderen Einsatzkräfte weitergegeben. Schon beim beim nächsten Ernstfall könnte dies eine große Hilfe sein...

Am Sonntagmittag bewiesen 3 Geschwister (6, 7 und 10 Jahre) aus Nauheim echten Heldenmut. Sie entdeckten beim Spielen einen Brand auf dem heimischen Aussiedlerhof und informierten sofort ihre Eltern. Diese begannen den Brand mit Wassereimern zu löschen und die Tiere aus dem Stall zu retten. Dadurch konnte Schlimmeres verhindert werden und der Schaden blieb gering. Die Feuerwehr kümmerte sich überwiegend um das ablöschen von Glutnestern. Sehr lobenswert waren auch vorbeifahrende Autofahrer, die anhielten und die Feuerwehr alarmierten. Die 3 Geschwister, alle in Kinder und Jugendfeuerwehr, haben sich durch ihr vorbildliches Verhalten ein gigantisches Eis verdient!

In diesem Jahr feiern die Freiwilligen Feuerwehren Hünfelden-Neesbach und Pramet (Österreich) ihre 40-jährige Feuerwehrfreundschaft.

Wie kam es zu dieser Feuerwehrfreundschaft?

Willy Litzinger, seinerzeit Wehrführer der Feuerwehr aus Neesbach, legte 1975 den Grundstein auf einer Urlaubstour durch Österreich. Hier entschied er sich spontan in Wesel-Ufer an der Donau das ortsansässige Spritzenhaus „zu besichtigen“ und begegnete dort dem Kommandanten Anton Höller. Die Männer kamen ins Gespräch und so entstand die Idee, dass die Neesbacher Feuerwehr doch mal am Feuerwehr-Leistungsbewerb in Oberösterreich teilnehmen könnte. Gesagt getan, machte sich 1976 die Neesbacher Gruppe auf den Weg Richtung Ried bei Linz. Auf diesem legendären Wettkampf trafen die Neesbacher das erste Mal auf die Kameraden aus Pramet, die ebenfalls teilnahmen und knüpften Kontakt.
Das aller erste Treffen in Pramet fand dann 1978 statt. Die Briefwechsel zwischen Willy und dem damaligen Prameter Kommandanten Sebastian Mayrhofer liegen heute noch vor, wo alles nötige für einen Besuch organisiert wurde. So schlugen die Neesbacher ihre Zelte auf der organisierten Wiese auf, trainierten mit den Prameter Feuerwehrgeräten für den Leistungsbewerb und verbrachten gesellige Stunden mit den Kameraden. In den darauf folgenden Jahren entwickelte sich eine sehr gute Freundschaft und viele gegenseitige Besuche fanden statt.

Bild 1: Neesbacher Wettkampfgruppe in 1976

Und in diesem Jahr?

In diesem Jahr feierten die Kameraden das 40jährige Bestehen dieser langen Freundschaft in Pramet. Auftakt machte ein herzliches Willkommen am Freitagabend mit Austausch von Erinnerungen und Gastgeschenken. Am Wochenende folgten viele gemeinsame Aktivitäten wie eine Wanderung zum Zeltplatz am Badesee, Besichtigung des Feuerwehrhauses, gemeinsame Teilnahme am Gottesdienst und viele gemütliche Stunden.
Beim Abschied am Sonntag wurde schon über das nächste Gegentreffen gesprochen, dass im nächsten Jahr stattfinden soll.

Bild 2: Besuch in Pramet 2018

Auf einer privaten Fahrradtour trafen die beiden Feuerwehrkameraden aus Dauborn zwischen Beuerbach und Bad Camberg ein Fahrzeug an, das mit Warnblinker am Fahrbahnrand stand. Schnell wurde klar das hier eine Geburt im vollem Gange war. In Abstimmung mit dem werdenden Vater unterstützen die Kameraden. Kaum wurde mit der Unterstützung begonnen, hörte man auch schon den ersten Schrei des Neugeborenen. Gut eingehüllt auf Mama's Bauch konnte dann die Fahrt zum ursprünglich geplanten Geburtsort fortgesetzt werden. Einen Krankenwagen wollte die erfahrene Mutter nicht haben.

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