Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

Großes Glück hatten die zwei auf einer Einsatzfahrt befindlichen Insassen des alten MTWs, welcher bei einem Unfallgeschehen im Vorjahr zu Schaden, zu einem Totalschaden gekommen ist. Ein solches Fahrzeug ist für die Feuerwehr unverzichtbar und daher ging es auch umgehend auf die Suche für die Ersatzbeschaffung. Aushilfsweise wurde dankenswerterweise ein ausgedientes Ohrener Löschfahrzeug wieder vorübergehend ertüchtigt und konnte hier die Lücke vorübergehend füllen. Für die Finanzierung wandte sich der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Nauheim auch an die Bevölkerung und war von der Resonanz absolut begeistert. Im Rahmen eines Dankeschön-Abends freute man sich mit zahlreichen Gönnern, Gästen, Freunden und vielen Nauheimern sowie befreundeten Wehrleuten über die Indienststellung des Fahrzeuges. Viele weitere Spenden und Zuwendungen konnten das MTW-Projekt nun zu einem erfolgreichen Abschluss bringen. Die Gemeinde Hünfelden bezuschusste das Fahrzeug mit 5.000,- €. Fast 23.000,- € kostet das neue Fahrzeug, da auch die Sondersignalanlage, Funkausstattung und die einheitliche Beklebung der Gemeinde angebracht und eingebaut werden mussten. Die endgültige Beklebung erhält das Auto aufgrund eines kleinen Missgeschickes in der Werkstatt in Kürze. Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer, der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Diethard Hofmann, Helmut Jung in Vertretung für Landrat Manfred Michel, Michael Crecelius als Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes zollten unisono der Bevölkerung großen Dank für diese Anerkennung, die sie der Nauheimer Feuerwehr auf diesem Wege entgegengebracht haben. Der evangelische Pfarrer Christian Hundt nahm die Einsegnung des neuen Fahrzeuges im Kreise der Anwesenden vor. Am  Sonntag lud die Feuerwehr Nauheim dann zum Sommerfest ans Gerätehaus. Es spielte der „Bahni-Express“ und es gab Leckeres vom Fass und Grill.

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Text und Bild: Peter Ehrlich / FOTO-EHRLICH.de

Eine andere Art von Ausbildung stand am Sonntag dem 10. Juni für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hünfelden auf dem Plan.

14 Feuerwehrfrauen und -männer trafen sich schon am frühen Sonntagmorgen, um an einem Fahrsicherheitstraining der Kreisverkehrswacht Limburg-Weilburg speziell für Feuerwehrkräfte teilzunehmen.

Ziel des Trainings war es, Gefahrensituation rechtzeitig zu erfassen und somit zu vermeiden oder zu entschärfen.

Nach einer kurzes Vorstellungsrunde, ging es schon mit dem eigenen PKW in die Praxis. Erste Übung: Richtig sitzen! Ausbilder Gerhard Leist zeigte den Teilnehmern, wie man den Sitz, den Gurt und das Lenkrad richtig auf sich einstellt und warum dies so wichtig ist.

Danach ging es dann richtig los. Diverse Fahrübungen standen auf dem Programm. Von der einfachen Vollbremsung bis hin zum Verhalten auf glatter Fahrbahn wurde alles geübt, was für den sicheren Umgang mit dem Fahrzeug notwendig ist.

Die Teilnehmer konnten an dem Tag sehr viel lernen, was sie neben dem Alltag auch bei Einsatzfahrten nutzen können. Alles in allem waren alle Beteiligten sehr zufrieden mit der Ausbildung.

2018 06 10 Fahrsicherheitstraining klein

Dies war das erste Fahrsicherheitstraining für Feuerwehrangehörige im Kreis Limburg-Weilburg und gehört zum Programm „Zukunft Feuerwehr“. Durch die Finanzierung der Ausbildung durch die Gemeinde soll die Motivation der Einsatzkräfte gefördert werden.

Auch die Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer, stellv. Gemeindebrandinspektor Thorsten Müller und Leiterin des Ordnungsamtes Helga Natz machten sich vor Ort ein Bild von der Ausbildung und hoffen auch in 24 Monaten wieder eine solche Ausbildung anbieten zu können.

„Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ – so lautete das Einsatzstichwort der vergangenen Übung für die Feuerwehren aus Kirberg und Ohren.

Bei der Ankunft an dem verunglückten Fahrzeug fanden die Helfer eine eingeklemmte Person unter einem Anhänger vor. Außerdem wurde eine Gefahrgutkennzeichnung entdeckt. Diese war jedoch erst sichtbar, als sich die Mannschaft des ersten Einsatzfahrzeugs bereits im Gefahrenbereich befand. Schnell wurde der Einsatz aus diesem Grund hochgestuft: Der Einsatz erweiterte sich neben der Menschenrettung zu einem Gefahrguteinsatz. Da die Art des Gefahrstoffs nicht direkt bekannt war wurde ein erster Gefahrenbereich von 50 Metern um die Einsatzstelle festgelegt. Je nach Gefahrstoff können Personen innerhalb dieses Bereichs von erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen sein.

Um zur Ersterkundung und Menschenrettung vorzugehen, wurden daher zwei Trupps unter vollständiger Atemschutzausrüstung eingesetzt.

Vorgehen unter Atemschutz
Nur vollständig ausgerüstet war das Betreten des Gefahrenbereichs möglich.

Mit der eigenen Luft auf dem Rücken waren die Einsatzkräfte von der Umluft unabhängig, sodass ihre Atemorgane vor den giftigen Dämpfen des Gefahrguts geschützt blieben. Keine leichte Aufgabe für die beiden Tupps– unter voller Ausrüstung mit rund 40 kg mussten zunächst Fahrzeug und Anhänger stabilisiert und mit Rüstholz unterbaut werden, bevor mit den hydraulischen Rettungsgeräten der Anhänger angehoben und die kontaminierte Person befreit werden konnte.

Kühlen Gefahrgut
Zur Niederschlagung der giftigen und brennbaren Dämpfe wurde unter Atemschutz mit zwei Rohren vorgegangen.

Währenddessen wurden die nachrückenden Kräfte für Absperrmaßnahmen eingesetzt - eine besonders wichtige Aufgabe bei dieser hohen Gefahrenlage. Denn jede Person, die den Gefahrenbereich betritt – ob Einsatzkraft oder Schaulustiger – muss im Anschluss dekontaminiert werden. Da sich bereits die gesamte Mannschaft des zuerst eingetroffenen Fahrzeugs in dieser Situation befand, wurden unmittelbar weitere Gefahrguteinheiten nachalarmiert, um die Dekontamination der Einsatzkräfte und das Auffangen und Entsorgen des auslaufenden Gefahrguts mit Spezialausrüstung vorzunehmen.

Für die Notdekontamination der Verletzten wurde außerdem parallel ein Becken aufgebaut. Dort konnten die eingeklemmte Person und der Fahrer des Fahrzeugs mit Wasser gesäubert und somit von den bereits zugezogenen Verätzungen und Kontakten mit dem Gefahrgut grob befreit werden, bevor sie dem Rettungsdienst für weitere Maßnahmen und Untersuchungen übergeben wurden.

Dekontamination Verletzte
Die Verletzten wurden mit Wasser von dem Kontakt mit dem Gefahrgut befreit.

- so oder ähnlich denken wahrscheinlich viele Feuerwehrleute. Aber woran liegt es, dass sich trotz der Sinnhaftigkeit der Arbeit und toller Kameradschaft Quereinsteiger und Nachwuchs schwer tun, bei der Feuerwehr mitzumachen?
Mit dieser Frage haben sich die Kameradinnen und Kameraden aus Hünfelden intensiv beschäftigt und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Antwort nicht ganz einfach ist. Ein Grund könnte sein, dass viele nicht genau wissen, wie sie die Feuerwehr unterstützen können. Auch die Angst in eine festzusammengewachsene Gruppe einzutreten, schreckt einige ab. Oder aber es fehlt der Erstkontakt und man weiß nicht, wen man ansprechen kann. „Und genau an diesen Punkten wollen wir mit unserem Willkommens-Flyer ansetzen. Zum einen soll er die vielseitigen Mitmach-Möglichkeiten bei der Feuerwehr Hünfelden darstellen. Zum anderen soll er aber auch Interessierten den Weg zu uns aufzeigen.“, so Gemeindebrandinspektor Mario Bauer.
Bitte schön lächeln!

Um den Flyer besonders zu machen, wurde mit sieben aktiven Kinder-, Jugend- und erwachsenen Feuerwehrleuten aus Hünfelden gearbeitet. Diese repräsentieren alle sechs Abteilungen in der Feuerwehr. Fünf von sieben Models sind außerdem auch auf dem Werbebanner zu sehen, was bereits vor einigen Jahren gemacht wurde und noch heute in Hünfelden zu bestaunen ist. Das aufmerksame Auge sieht, dass das damalige Kinderfeuerwehrkind Tobias heute die Jugendfeuerwehr repräsentiert und Jonas von der Jugend- zur Einsatzabteilung gewechselt ist.


Mit freundlicher Unterstützung von Peter Ehrlich (www.foto-ehrlich.de) entstanden somit tolle Bilder, die dann von Hanne Viehmann (www.hanneviehmann.de) zu einem ansprechenden Flyer gestaltet wurden. Dieser wird ab sofort an verschiedenen Stellen in Hünfelden zu finden sein. Zum einen bekommen ihn Neu-Hünfeldener im Bürgerbüro persönlich mit einer vorfrankierten Postkarte für den Erstkontakt übergeben, zum anderen liegt er in Hünfeldener Geschäften und Feuerwehrhäusern aus. Wer lieber online liest, kann ihn auf www.feuerwehr-huenfelden.de und auf Facebook (@ffhuenfelden) finden.

Die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Kirberg konnten beim Kreisentscheid Alles abräumen.
Der Kreisentscheid besteht aus 2 Teilen - einem feuerwehrtechnischen Teil, bei dem ein Löschangriff simuliert wird und ein sportlicher Teil, bei dem neben Laufen auch noch einige Feuerwehr-Aufgaben erledigt werden müssen.

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Beim B-Teil muss auch ein Strahlrohr mit einem Feuerwehrknoten eingebunden werden.

Angetreten ist die JF Kirberg mit 4 Mannschaften - dies ist einzigartig im ganzen Landkreis und sogar hessenweit. Es gibt 3 getrennte Wertungen: Eine Mädchenwertung, eine Gruppenwertung (9 Personen) und eine Staffelwertung (6 Personen). Trotz kleinerer Fehler konnte die Jugendfeuerwehr Kirberg alle drei Wertungen dominieren und so gewann die Mädchenmannschaft ihre Wertung mit grandiosen 1420 Punkten. Mit 1398 Punkten konnte auch die gemischte Gruppe in ihrer Wertung alle Gegner hinter sich lassen und sich den Titel sichern. In der Staffelwertung erreichte Kirberg IV mit 1391 Punkten den obersten Platz auf dem Podest, gefolgt von Kirberg III mit 1370 Punkten.

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Beim A-Teil muss der Angriffstupp eine Leiterwand übersteigen, um zur Brandbekämpfung vorzugehen.

Alle drei Erstplatzierten haben sich somit für die Hessenmeisterschaften im September in Hungen qualifiziert. Bis dahin heißt es noch "üben, üben, üben" um alle Kniffe zu verbessern und somit fit für die Hessenmeisterschaften zu sein.

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Alle vier Kirberger Mannschaften nach der Verkündung des tollen Ergebnisses.

Doch bevor das Training wieder startet, genießen die Jugendlichen in der 1. Sommerferienwoche erstmal ihr wohlverdientes Zeltlager auf dem Römberg. Zurück in die Steinzeit führt es die Jugendfeuerwehr in diesem Jahr und lädt sie herzlich zum traditionellen Lagerabend am Samstag, den 30.06.2018 ein.

 

 Mannschaft aus Hünfelden erreicht Platz 6

Eine gemischte Staffel aus den Hünfeldener Ortsteilen Dauborn, Neesbach und Nauheim ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, sich am Kreisentscheid mit den anderen Jugendfeuerwehren zu messen. Mit 1236 Punkten konnte Platz Nummer 6 erreicht werden.

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Die Hünfeldener Staffel nach der Siegerehrung.