Damit die sogenannten Atemschutzgeräteträger der (Freiwilligen) Feuerwehr ihre Aufgabe erledigen dürfen, ist neben der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger auch jedes Jahr eine Prüfung der Einsatztauglichkeit nötig. Drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dauborn mussten noch eine praktische Übung absolvieren, um für ein weiteres Jahr als einsatztauglich eingestuft zu werden.

Da diese Übung z. B. über die Wehrführung absolviert werden darf, hat es sich der stellvertretende Wehrführer Daniel Wagner nicht nehmen lassen, die zu prüfenden Kameraden auf Herz und Nieren zu testen. Kurz nach der Abfahrt mit dem Löschfahrzeug zur Erkundungsfahrt in Dauborn kam schon die Einsatzmeldung der Übungsleitstelle. Gemeldet wurde ein F 2 Y, also ein mittelschwerer Zimmerbrand mit Menschenleben in Gefahr. Nach nicht einmal fünf Minuten war an der Einsatzstelle die Lage sondiert und die nötige Ausrüstung der Mannschaften vorbereitet, womit es direkt in den Innenangriff ging. Keine zwei Minuten später wurde eine verletzte Person vom Angriffstrupp gerettet. Bei der weiteren Absuche der Räumlichkeiten trat der Worst-Case ein, der Truppführer vom Angriffstrupp wurde aus unerklärlichen Gründen bewusstlos. Helfen konnte da nur noch der Sicherungstrupp. Ebenfalls unter Atemschutz bahnten sich die Kameraden schnellstmöglich den Weg zum verunfallten Angriffstrupp, prüften die Lage und mussten unter vollem Körpereinsatz den bewusstlosen Kameraden aus der Gefahrenzone evakuieren. Geschrieben klingt das einfach, doch unter voller Ausrüstung kann dies bedeuten, 150 kg kriechend aus der Gefahrenstelle zu bekommen. Ein Kraftakt, unter schlechter Sicht und vielen Hindernissen, das Leben des Kameraden zu schützen.

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Mit abgeklebten Helmvisier und vielen Hindernissen wurde der bewusstlose Truppführer gerettet

Glücklicherweise nur eine Übung, aber perfekt, um in der Nachbesprechung kleinere Fehler zu klären und mögliche Einsatztaktiken zu diskutieren. Neben grundsätzlichen Taktiken können hier Notfallkonzepte probiert und demonstriert werden. Alle drei Kameraden haben letztlich die realitätsnahe Übung bestanden.

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