Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

Sieben Stunden einsatzbereit, ständig ein Ohr der Sirene zugeneigt und dabei einen geselligen Abend in gemütlicher Runde genießen - am 11. Oktober war es wieder soweit: Die Mondscheinübung für die Jugendfeuerwehr Kirberg stand auf dem Programm.

Wer soeben noch vollkommen konzentriert dem Theorieunterricht lauschte, wurde vom Sirenenton überrascht. Und schon hieß es „Einsatz für die Jugendfeuerwehr Kirberg - Brand im Keller des alten Rathauses, mehrere Personen vermisst“. Blitzschnell sprangen die Jugendlichen im Schulungsraum auf, um schnell in ihren Jugendfeuerwehrschutzanzug zu schlüpfen. Ausgestattet mit Helm und Handschuhen ging die Fahrt mit Blaulicht auch schon los zum Einsatzort. Die Lage war schnell erkannt, sodass beide Angriffstrupps sofort den Befehl erhielten, sich mit Atemschutzgeräten auszurüsten und zur Menschenrettung in den Keller vorzugehen. Die anderen Trupps zögerten auch nicht lang und stellten eine sichere Wasserversorgung vom nächstgelegenen Hydranten her. Zudem wurde im Innenhof ein Löschangriff zur Abschirmung der benachbarten Gebäude aufgebaut. Währenddessen konnten die im Gebäude befindlichen Trupps unter Atemschutz nach gründlichem Absuchen alle vier vermissten Personen ins Freie retten, unbeeindruckt vom dichten Nebel und nahezu keiner Sicht. Alle Schritte wurden hierbei von der Atemschutzüberwachung dokumentiert, welche regelmäßig Lagemeldungen per Funk notierte, die die Gruppenführer an die Übungsleitstelle weiter übermittelten. So war die erste Übung an diesem Abend unter ständiger Einsatzbereitschaft erfolgreich beendet.

Übung 1

Zurück im Feuerwehrhaus angekommen, erfreuten sich die Jugendlichen über ein kühles Getränk und ein liebevoll zubereitetes Mahl, welches unsere Küchenfee Arndt für die fleißigen Einsatzkräfte vorbereitet hatte. Doch viel Zeit zur Erholung blieb den Jugendlichen nicht, im Anschluss an das Abendessen ertönte schon wieder die Sirene. Diesmal handelte es sich um einen Einsatz mit technischer Hilfeleistung. Die entspannte Atmosphäre schlug in Aufregung und ein wenig Hektik um – schon ging es auf zum nächsten Einsatz: An der Einsatzstelle erwartete die Jugendlichen ein Verkehrsunfall mit einem LKW und einem PKW. Schnell hatten sich Gruppenführer einen Überblick über die Situation verschafft und entschieden sich aufgrund der Schwere der Verletzungen des LKW-Fahrers für eine Rettung über die Rettungsplattform. Parallel dazu wurden die insgesamt drei Insassen des PKW betreut und erstversorgt und ein unter dem PKW eingeklemmter Radfahrer durch Anheben des PKWs mit dem Hebekissens befreit. Währenddessen wurde die Einsatzstelle großräumig vor dem Verkehr abgesichert und hell ausgeleuchtet. Durch die gute Teamarbeit, die die Jugendfeuerwehr Kirberg bei diesem Einsatz bewies, konnten alle Verletzten schnell an den Rettungsdienst übergeben werden, sodass auch dieses Szenario erfolgreich abgearbeitet werden konnte.

Übung 2

Entspannt lehnten sich die Jugendlichen im Feuerwehrhaus wieder zurück – doch lange war ihnen keine Ruhe gegönnt: Schon heulte die Sirene bereits zum dritten Mal an diesem Abend und rief zur Erkundung einer unklaren Rauchentwicklung in Höhe des Reitplatzes auf. Von weitem war bereits ein Feuerschein zu erkennen. Bereits bei der Ankunft fand jede Gruppe ihre Bestimmung: Während die Mannschaft des LF 16 die Reserven des Wassertanks in Anspruch nahm, um den vorgefundenen Waldbrand zu bekämpfen, stellte die Besatzung des LF8 die Wasserversorgung von der dortigen Zisterne her. Darüber hinaus waren alle verbleibenden Einsatzkräfte gefordert, die offensichtlich betrunkenen und schwer zu bändigen Schaulustigen am Einsatzort zu betreuen. Schließlich konnte die Meldung "Personen gefunden, Feuer aus, zum Abbau fertig" per Funk vernommen werden, sodass nach zügigem Abbau zu dieser fortgeschrittenen Stunde die Rückfahrt angetreten wurde.

Nun durften die Einsatzklamotten endgültig abgelegt werden und die müden und erschöpften Augen sich nach diesem anstrengenden und erlebnisreichen Einsatzabend auf die nächtliche Ruhe zu Hause freuen.

Übung 3