Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

Bad Camberg/Brechen/Hünfelden/Selters(Taunus)/Weilrod. Fünf Kommunen, ca. 45.000 Einwohner, 219,35 Quadratkilometer mit 33 Ortsteilwehren, 92 Fahrzeugen, 252 Atemschutzgeräten und 921 Einsatzkräften. Ehrenamtlicher Brand- und Katastrophenschutz in Bad Camberg, Brechen, Hünfelden, Selters (Taunus) und Weilrod.

Das Ehrenamt findet jedoch nicht nur dann statt, wenn die Feuerwehr ausrückt, sondern vieles geschieht im Hintergrund, sorgt aber für die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft, Sicherheit, Kommunikation, das Überleben im Einsatz und nicht zuletzt für ein sicheres Heimkehren nach dem Einsatz. Die Aufgaben der Feuerwehren sind komplex und anspruchsvoll und fordern viel von den eingesetzten Kräften – Kräfte, mit denen es zu haushalten gilt. Viele Arbeiten erfolgen in vielen Feuerwehren in ähnlicher Weise, viele machen an vielen Orten das gleiche. Die Gerätewartung und Verwaltung sind Punkte, die sich bei einer Umfrage unter den Stadt- und Gemeindebrandinspektoren im Landkreis Limburg-Weilburg herauskristallisiert haben. Hiermit beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren der Arbeitskreis „Feuerwehr-Entlastung des Ehrenamtes“, woraus sich im Südkreis der der Arbeitskreis „IKZ Goldener Grund“ entwickelte.

Im Jahr 2019 ergaben sich so für die ehrenamtliche Tätigkeit für die Bereiche Gerätewartung, Kleiderkammer und Atemschutz alleine 14.700 Stunden (hierbei ist die teils ausgelagerte Atemschutz- und Kleiderwartung nicht mit inbegriffen). Im November 2019 kam es zum ersten Treffen des Arbeitskreises „IKZ Goldener Grund“ mit dem gemeinsamen Ziel, das Ehrenamt zu entlasten, dem sich die Nachbargemeinde Weilrod anschloss. Zwar war schnell klar, dass die Gerätewartung gebündelt erfolgen und zu einer Entlastung führen könnte, doch kann dies zentral oder dezentral erfolgen. Organisatorisch und finanziell wurde eine zentrale Lösung favorisiert – die positiven Erfahrungen anderer bereits in Betrieb befindlicher Zentren, Gespräche und Besuche verfestigten diese Marschrichtung. Der Austausch wurde mit Rüdesheim, Kandel und Nastätten geführt und das Fazit lies eine Zukunft für die angedachte Idee klar erkennen. Als mögliche Aufgaben für ein zu schaffendes Dienstleistungszentrum werden gesehen: Schlauchwäsche, Atemschutzwerkstatt, Kleiderkammer, Waschen von Einsatzkleidung, Prüfen von Messgeräten, Werkstatt für Wartungen und Inspektionen sowie eine Elektro- und Funkwerkstatt.

Das Votum des Arbeitskreises, bestehend aus den Bürgermeistern der fünf Kommunen, den Leitern der Feuerwehren (GBI/SBI) sowie die Kreisbrandinspektoren  beider Landkreise und dem Ersten Kreisbeigeordneten Jörg Sauer (Landkreis Limburg-Weilburg), war klar für das Dienstleistungszentrum mit hauptamtlichen Kräften – ein klares Votum für eine interkommunale Zusammenarbeit. Allgemeinkosten und Investitionen gilt es zu minimieren, die ehrenamtlichen Zeug- und Gerätewarte entlasten bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Auslastung der Werkstätten und gleichzeitigem selbstständigen Zutritt für alle rund um die Uhr. Für das herausragende Pilotprojekt der interkommunalen Zusammenarbeit freut man sich auf eine große Unterstützung durch das Land Hessen.

Hierdurch entsteht bei einer intelligenten Aufgabenverteilung der vor Ort nach wie vor extrem wichtigen und wertvollen Gerätewarte und dem Dienstleistungszentrum – ein Hol- und Bringservice zu kommunalen Regionallagern rundet das Konzept ab. Die aktuelle Raumplanung sieht hierbei für Werkstätten und Schleusen, Hallen und Lager, Verwaltungs- und Sozialbereich sowie den Außenbereich und Waschplatz rund 2.200 m² vor. 2020 erfolgte die Bereitstellung der Haushaltsmittel für die Machbarkeitsstudie, die bis Ende August diesen Jahres abgeschlossen sein wird, um dann die Fördermittel beim Land beantragen zu können. Je nach Liegenschaftseignung ist der Bezug eines bestehenden Objektes oder der Baubeginn eines neu zu schaffenden Objektes möglich im nächsten Jahr. Beim aktuellen Termin wurde nun der „Letter of Intent“, die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet: „Die Unterzeichnenden als Vertreter ihrer jeweiligen Kommune, im Folgenden Kooperationspartner genannt, erklären ihre Absicht, folgende Maßnahme im Rahmen einer interkommunalen Kooperation durchzuführen:

Konzept für den Aufbau eines gemeinsamen Feuerwehrdienstleistungszentrums „Goldener Grund / Taunus“

Es handelt sich um ein interkommunales Kooperationsprojekt der Kommunen Bad Camberg, Brechen, Hünfelden, Selters (Taunus) und Weilrod für den Aufbau eines Feuerwehrdienstleistungszentrums mit den Aufgaben:

  • Prüfung, Wartung und Instandsetzung sämtlicher Atemschutzgeräte nach den gültigen Vorschriften, den gesetzlichen Bestimmungen, den geltenden Herstellerangaben und den erlassenen Dienstanweisungen,
  • Reinigung der kompletten Einsatzkleidung nach den gültigen Vorschriften und Pflegeanleitungen der Hersteller,
  • Prüfung, Wartung und Pflege sämtlicher Feuerlöschschläuche,
  • Beschaffung
  • Bei Bedarf können weitere zusätzliche Aufgaben vereinbart werden.

Der Standort des Feuerwehrdienstleistungszentrums soll sich im Gebiet der Stadt Bad Camberg befinden.

Die Kooperationspartner erklären ihre Bereitschaft, sich finanziell in einem noch zu bestimmenden Verteilungsschlüssel in das Kooperationsprojekt einzubinden. Im Haushaltsjahr 2021 sollen jeweils 20.000 € für Planungskosten eingestellt werden.

Ziel soll sein, im Jahre 2021 ein Konzept, inklusive Planung, Kostenschätzung und Kostenverteilung, für den Bau und den Betrieb des gemeinsamen Feuerwehrdienstleistungszentrums zu erstellen und den jeweiligen Parlamenten zur Beschlussfassung vorzulegen.“

Unterzeichnet von: Jens-Peter Vogel, Bürgermeister Stadt Bad Camberg, Frank Groos, Bürgermeister Gemeinde Brechen, Silvia Scheu-Menzer, Bürgermeisterin Gemeinde Hünfelden, Bernd Hartmann, Bürgermeister Gemeinde Selters (Taunus) und Götz Esser, Bürgermeister Gemeinde Weilrod. © FOTO-EHRLICH.de/Peter Ehrlich

 

v.l.n.r.: Frank Groos, Bürgermeister Gemeinde Brechen, Jens-Peter Vogel, Bürgermeister Stadt Bad Camberg, Götz Esser, Bürgermeister Gemeinde Weilrod, Bernd Hartmann, Bürgermeister Gemeinde Selters (Taunus) und Silvia Scheu-Menzer, Bürgermeisterin Gemeinde Hünfelden

Landkreis Limburg-Weilburg/Hünfelden. Die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden der Kommunen im Landkreis Limburg-Weilburg sind ehrenamtlich jeden Tag rund um die Uhr einsatzbereit und riskieren für unser aller Sicherheit Ihr Leben. Die Feuerwehren unserer Kommunen zählen zu den systemrelevanten Institutionen und sind ein ganz wesentlicher Bestandteil für die Sicherheit der Bevölkerung. Leider ist vermehrt festzustellen, dass sich das nicht in der festgelegten Impfpriorität des Landes Hessen wiederspiegelt. Es ist unstrittig, dass entsprechend der festgelegten Impfpriorität, ältere und kranke Menschen mit höchster Priorität geimpft werden. Es ist auch nachvollziehbar, dass aufgrund der Impfstoffknappheit zunächst eine Priorisierung erfolgen muss. Es ist jedoch festzustellen, dass Personen, die der gleichen Prioritätsstufe wie die Feuerwehren zugeordnet sind, bereits geimpft sind, währenddessen unsere Einsatzabteilungen ohne Impfschutz tagtäglich Ihr Leben für andere riskieren.

Wir Bürgermeisterinnen und Bürgermeister setzen uns daher für unsere Einsatzkräfte ein und fordern eine zügige Impfung der Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden.


Im Einsatz sind Feuerwehrangehörige Infektions- und Quarantänerisiken ausgesetzt, die zum Teil mit jenen zu vergleichen sind, die den höchstpriorisierten und schon geimpften Rettungsdienst treffen. Selbst in unserem ländlich geprägten Landkreis rücken

täglich Feuerwehren aus, um Menschen aus unmittelbarer Gefahr zu retten. Hierbei können Abstände nicht eingehalten werden. Da unsere Feuerwehrangehörigen ausschließlich ehrenamtlich tätig sind, funktioniert im Einsatz auch kein System eines vorherigen Schnelltests.

Neben der Brandbekämpfung ist eine wesentliche Aufgabe der Feuerwehren die Unterstützung der Rettungsdienste. Täglich fordern diese auch in unserem Landkreis die Feuerwehren an, wenn es beispielsweise um Tragehilfe, um patientenorientierte Rettung über Drehleitern oder um das Öffnen von Türschlössern geht, weil der Patient nicht mehr in der Lage ist, selbst die Wohnungstür zu öffnen. Rettungsdienst und Feuerwehr arbeiten im Einsatz Hand in Hand, sind aber in völlig unterschiedlichen Impfprioritäten.

Wir finden, hier besteht sofortiger Handlungsbedarf und daher setzen wir uns gemeinsam für ein sofortiges Impfangebot unserer Einsatzkräfte ein! Wir alle brauchen die Feuerwehren und die Feuerwehren brauchen dringend Impfungen!

Mit freundlichen Grüßen

(Silvia Scheu-Menzer)

Vorsitzende HSGB-Kreisversammlung

Beachten Sie hierzu auch die Unterstützung, die seitens des ersten Kreisbeigeordneten Jörg Sauer per Email zugesagt wurde:

[…] seitens des Landkreises Limburg-Weilburg unterstützen wir die Forderung unserer Bürgermeister*innen vollinhaltlich. Unsere Feuerwehrkameradinnen und Kameraden leisten ehrenamtlich einen großen Beitrag wenn es darum geht, Menschen vor Schaden zu bewahren. Im täglichen Einsatz sind sie oft mit Situationen konfrontiert, bei denen der Schutz vor einer Infektion selbstverständlich sein sollte. Von daher gilt es die zu schützen, die auch anderen mit ihrem Einsatz Schutz gewähren. Zudem ist es wichtig, die Einsatzfähigkeit unserer Wehren nicht durch einen möglichen Ausbruch mit einer Corona Infektion zu gefährden. Aus diesen Gründen stehen auch wir zu dieser Forderung.

Freundliche Grüße

Jörg Sauer
Erster Kreisbeigeordneter

 

Aufnahme: ©  FOTO-EHRLICH.de / Peter Ehrlich

Die zur Warnung der Bevölkerung im Hünfeldener Gemeindegebiet verbauten Sirenen wurden, durch eine von der Gemeinde beauftragte Firma, auf eine digitale Sirenensteuerungsanlage umgerüstet.

Die Umstellung ist erforderlich, da das bislang genutzte analoge Funknetz für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben mittelfristig ersatzlos entfällt und dann ausnahmslos durch das schon bestehende Digitalfunknetz ersetzt wird.

Die Sirenen in Hünfelden sind die ersten im Landkreis Limburg-Weilburg auf digitalen Empfang umgerüsteten Sirenen. Diese sollen am Samstag, 17. April 2021 in Betrieb genommen werden. Vor der endgültigen Fertigstellung sollen daher an diesem Tag auch einige reale Auslösetests durch die Zentrale Leitstelle für den Brandschutz, den Katastrophenschutz und Rettungsdienst in Limburg in Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung Hünfelden durchgeführt werden.

Wir bitten um Ihr Verständnis, wenn alle Sirenen in Hünfelden am Samstag, 17. April 2021 im Zeitraum von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr mehrfach hintereinander zu Probelarmen ausgelöst werden. Der Test gilt um 12:30 Uhr als abgeschlossen. Zwischen den Signalen werden mehrere Minuten liegen.

Ausgelöst werden die Signale Feueralarm (1 Minute Heulton mit zwei Unterbrechungen), Warnung der Bevölkerung (1 Minuten auf- und abschwellender Heulton), Entwarnung (1 Minute Dauerton), Sirenenprobe (5-20 Sekunden).

Bitte unterrichten Sie Ihre Mitmenschen, welche von der Warnapp HessenWARN keinen Gebrauch machen, über diese Probealarme. Haben Sie vielen Dank.       

Auch dieses Jahr wurde das traditionelle und vor allem bei den Kindern beliebte Osterfeuer der Neesbacher Feuerwehr wegen Corona abgesagt. Um den Kindern wenigstens eine kleine Freude zu bereiten, dachten sich die Neesbacher Feuerwehrleute etwas ganz Besonderes aus. Sie planten den Kindern am Osterwochenende ein gebackenes Osterhäschen mit Ei direkt an die Haustür zu bringen. Im Gegenzug wurden alle Kinder gebeten, ein schönes Osterbild für das Feuerwehrhaus zu malen.

Zur Freude meldeten sich viele Kinder an. Am Samstag ging es dann los und zwei Kameraden bestückten das Feuerwehrauto mit Rund 50 Häschen und Eiern. Gemeinsam verteilten sie die Überraschung an alle Kinder und erhielten im Gegenzug selbstgemalte und gebastelte Osterkunstwerke. Diese schmücken nun das Neesbacher Feuerwehrhaus und können an allen Fenstern bewundert werden. Den Kindern wie auch den beteiligten Feuerwehrleuten hat diese Aktion viel Spaß und Freude bereitet.

Was hat denn der Osterhase hier versteckt?
Um Euch das Warten auf Ostern zu verkürzen, hat Euch der Osterhase schon mal was im Feuerwehrauto versteckt. Finde auf beiden Seiten (Bild 1 und Bild 2) jeweils alle Eier und gewinne eine limitierte "Feuerwehr Hünfelden" Tassen! Einfach Eier-Anzahl als Kommentar posten und mit ein wenig Glück bringt Dir der Osterhase Deine eigene Tasse.

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Wir wünschen allen frohe Ostern!
P.S.: Wir sind natürlich auch während der Feiertage für Euch da

 

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