Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

Eine richtige und schnelle Reaktion kann lebensrettend sein. Daher wollen die Erzieher und Erzieherinnen der Hünfeldener Kitas genauso wie die Mitarbeiter der Grundschulbetreuung der Freiherr-vom-Stein-Schule für den Ernstfall gerüstet sein: Bei einem praktischen Feuerlöschertraining konnte jeder unter Anleitung der freiwilligen Feuerwehrkräfte einmal selbst Hand anlegen, um im Fall der Fälle sicher und schnell den richtigen Griff zu machen...
Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr Kirberg begrüßten an zwei Terminen im August insgesamt über 50 Teilnehmer aus den Kindertagesstätten Kirberg, Ohren, Nauheim, Neesbach und Heringen sowie aus der betreuenden Grundschule zu einer Schulung.

(Foto: Vorführung, Titel: Arndt Preußer führte die Reaktion beim Löschen von brennendem Magnesium vor.)

Zunächst ging es in der Theorie um die Grundlagen der Brandverhütung, um Flucht- und Rettungswege, das richtige Verhalten im Brandfall, die Alarmierung von Rettungskräften sowie die örtlich bedingten Besonderheiten der Räumung in den einzelnen Kitas. Verschiedene Experimente veranschaulichten unterstützend die Schulungsinhalte.
Im Anschluss war selbst Hand anlegen bei der Praxis gefragt, denn der Umgang mit dem Feuerlöscher will gelernt sein. So konnte sich jeder der Teilnehmer mit dem Feuerlöscher in aller Ruhe vertraut machen und seine Funktionen unter fachmännischer Anleitung der Feuerwehrleute ausprobieren.

(Foto: Selbstlöschen, Titel: Auch großen Flammen traten die Erzieherinnen mit ihren Feuerlöschern mutig entgegen.)

Denn wer hat im Brandfall schon die notwendige Ruhe und Konzentration, die Anleitung auf dem Feuerlöscher zu lesen inklusive der Informationen, welche Art von Bränden überhaupt damit gelöscht werden darf? Gut vorbereitet wollten alle Teilnehmer für einen solchen Fall sein - damit können sie nun sicher in ihren Arbeitsalltag starten und wissen genau, was im Fall der Fälle zu tun ist.

Ein großer Dank gebührt an dieser Stelle den Kirberger Kameraden Bärbel Leukel und Arndt Preußer, die sich dem Bereich der Brandschutzschulung und -erziehung Jahr für Jahr immer wieder mit großem Engagement annehmen und die Schulungen federführend organisieren und durchführen.

(Foto: Gruppe 1)

(Foto: Gruppe 2)

Wissen Sie denn auch in sekundenschnelle, wo Sie den nächsten Feuerlöscher finden, wie dieser zu handhaben ist und ob sie damit den Brand überhaupt löschen dürfen ohne Schlimmeres anzurichten?
Die Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite - Fragen kostet nichts.

Eine besondere Übungsstunde ermöglichten die ehrenamtlichen Mitglieder des Kirberger DLRG den Kindern der Neesbacher Kinderfeuerwehr.
Schon beim Eintreffen im Kirberger Freibad war die Aufregung beim Feuerwehrnachwuchs zu spüren, denn schließlich kann man nicht jeden Tag Rettungsschwimmern bei ihrer Arbeit zuschauen. Andreas Leber, der erste Vorsitzender der DLRG Ortsgruppe aus Kirberg, gab spannende Einblicke in die Aufgaben des DLRG: „Bei uns könnt ihr nicht nur Abzeichen wie Seepferdchen, Bronze, Silber oder Gold machen, sondern auch lernen, wie ihr jemanden retten könnt, wenn er um Hilfe schreit.“

Dies wurde den Kids „live“ demonstriert: Samt Kleidung wurde eine Person aus dem Wasser gerettet und an Land weiter beatmet. Besonders spannend wurde es, als die Rettungsschwimmer Marvin Hohl und Hendrik Behle die Kinder nacheinander mit verschiedenen Rettungstechniken wie Abschleppen oder Transportschwimmmen aus einer gespielten Notlage retteten. Jugendwartin Alicia Nett, erklärte vom Beckenrand, den Kids jeden einzelnen Schritt.

Beim Abschlussspiel „Wer hat Angst vorm Wassermann“ konnten sich die Kids nochmal richtig im Wasser austoben.

Das Wetter spielte mit und so konnten rund 60 zukünftige Feuerwehrmänner und – frauen am zweiten Hünfeldener Kinderfeuerwehrtag einen tollen Nachmittag genießen!

Gestartet wurde mit einer gemeinsamen Wanderung vom Feuerwehrhaus in Kirberg zum Grillplatz in Ohren. Nach der offiziellen Begrüßung durch Gemeindebrandinspektor Mario Bauer und der Gemeinde-Kinderfeuerwehrwartin Lisa Viehmann ging es los mit den verschiedenen Aktionsständen. Hier konnten die Kids basteln, spielen, ihr Feuerwehrwissen testen oder mit dem Schlauch am Brandhaus üben. Bei einer Runde Riesen-Twister überzeugte sich die Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer persönlich, wie fit die Kids sind.

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Bei so viel action darf die Verpflegung natürlich nicht fehlen. Daher grillten die Feuerwehrmänner aus Ohren leckere Würstchen. Mit einem gemeinsamen Abschlussspiel endete der Kinderfeuerwehr-Tag.

Hast du auch Lust bei der Kinderfeuerwehr mitzumachen? Bist Du zwischen 6 und 10 Jahre? Dann schau mal auf www.feuerwehr-huenfelden.de. Hier findest Du zu jedem Ortsteil Deinen Ansprechpartner. Rainer (Ohren), Marina (Kirberg), Katja (Dauborn), Lisa (Neesbach), Ramona (Heringen), Julia (Nauheim) und Michael (Mensfelden) freuen sich auf Dich.

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- so lautet das Rezept für eine jahrzehntelange erfolgreiche Jugendarbeit in der Jugendfeuerwehr Kirberg. Die Bilanz: Drei Mannschaften durften den Landkreis Limburg Weilburg bei den diesjährigen Hessenmeisterschaften am Sonntag in Hungen vertreten. Eine sensationelle Teilnehmerquote, bei der keine andere Jugendfeuerwehr mithalten konnte. Das Ergebnis: Ein 17. Platz in der gemischten Wertung, ein 9. Platz bei den Staffeln und ein grandioser Hessenmeistertitel bei den Mädchenmannschaften.

Der Haken: Die Stundenzeiger stand noch auf der vier, als die Wecker der Jugendlichen und deren Betreuer am frühen Sonntagmorgen rappelten. Doch auf der 90-minütigen Busfahrt in das nordhessische Hungen konnte der ein oder andere noch etwas Schlaf ergattern, bevor die Nervosität und Anspannung der näher rückenden Wettkämpfe die Stimmung übertrumpfte. Den Start in den Wettbewerb übernahm die gemischte Gruppe im A-Teil.

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Auch eine Leiterwand musste bei dem Löschangriff überwunden werden.

Dabei ging es darum, einen praktischen Löschangriff über verschiedene Hindernisse wie Wassergraben, Leiterwand, Hürde und Kriechtunnel fehlerfrei innerhalb von sechs Minuten aufzubauen. Abschließend galt es in sekundenschnelle vier feuerwehrtechnische Knoten und Stiche anzulegen. Kaum war die Gruppe fertig, so folgten Staffel und Mädchengruppe im A-Teil, welchen sie fehlerfrei präsentieren konnten.

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Möglichst schnell wurden die Knoten und Stiche angelegt.

Nun wurden das feste Schuhwerk fix gegen Turnschuhe ausgetauscht und die drei Mannschaften sollten sich im zweiten Teil, dem B-Teil, beweisen. Dabei galt es im Staffellauf eine 400 Meter Runde auf dem Sportplatz zu absolvieren, wobei unterwegs verschiedene Aufgaben zu erledigen waren: Einen Schlauch schnellstmöglich einwickeln, sich fix mit Koppel, Helm und Handschuhen ausstatten, ein Strahlrohr mit Schlauch einbinden und einen Leinenbeutel durch ein acht  Meter entferntes Ziel werfen. Leider schlichen sich dabei bei allen drei Mannschaften kleine Fehler ein – nobody’s perfect.
Mit umso mehr Spannung wurde daher im Anschluss des Wettbewerbes die Siegerehrung erwartet.

Groß war der Jubel über den 17. Platz der gemischten Gruppe mit 1390 Punkten im Teilnehmerfeld von 31 Mannschaften. Nicht weniger gering fiel die Freude über den 9. Platz der Staffel mit 1399 Punkten aus, welche somit 14 Mannschaften hinter sich lassen konnte. Die Mädchenmannschaft musste sich bis zum Ende der Siegerehrung gedulden – doch das zahlte sich aus: Mit vier Punkten Vorsprung sicherten sich die Kirberger Mädels den Titel und dürfen sich nun mit 1410 Punkten als Hessenmeister 2018 bezeichnen. Damit zogen sie sich das Ticket für die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften Anfang September nächsten Jahres. Und nicht nur das: Natürlich wird die gesamte Jugendfeuerwehr Kirberg die Mädchenmannschaft dabei begleiten und darf dieses ganz besondere Highlight miterleben.

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Stahlende Gesichter nach der Siegerehrung.

Selbstverständlich freuen wir uns schon jetzt über viele Fans, die uns auch bei diesem Event tatkräftig unterstützen und begleiten und hoffen, dass die Jugendlichen den Spaß, die Motivation und den Teamgeist auch für das nächste Jahr beibehalten.

Täglich ereignen sich auf unseren Straßen etliche Verkehrsunfälle. Leider gehen dabei nicht alle glimpflich aus - oft wird die Feuerwehr benötigt, um eingeklemmte Personen zu befreien. Doch wie bereiten sich die Feuerwehrleute am besten auf solche Einsätze vor?

Es gibt nicht "den" Verkehrsunfall, bei dem nach der Schritt-für-Schritt-Anleitung immer gleich vorgegangen werden kann. Jedes Unfallszenario, jede Fahrzeugart, jede Art der Verletzungen der Fahrzeuginsassen erfordert ein individuelles Vorgehen der Feuerwehrleute.

"Liegt das Fahrzeug auf dem Dach? Befindet sich das Fahrzeug in einer instabilen Lage und muss gesichert werden? Wie viele Personen befinden sich in dem Fahrzeug? Sind sie ansprechbar oder lebensgefährlich verletzt?" - dies ist nur ein kleiner Teil der Fragen, die den Einsatzkräften der Feuerwehr beim Erreichen einer Einsatzstelle durch den Kopf schießen.

"Wie gehen wir dabei vor?" lautet die entscheidende Frage, die die Führungskräfte ihrer Mannschaft bereits bei der Ankunft in sekundenschnelle beantworten müssen. "Schnell, gezielt, professionell, schmerzfrei" - so meist der Wunsch der verletzten Fahrzeuginsassen. Doch auch die Eigensicherung der Einsatzkräfte muss beachtet werden - so kann es notwendig sein, ein Fahrzeug erst gegen Abrutschen, Umkippen oder weitere Gefahren zu sichern, bevor die Einsatzkräfte an dem Fahrzeug arbeiten können. Dabei muss natürlich alles schnell gehen. Doch Stress, Hektik, Nervosität und Schreie oder Schockzustände der Verletzten - all dies erschwert ein schnelles, professionelles und konzentriertes Handeln der Feuerwehrkräfte.

 

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Ausbildung und Übung hilft den Feuerwehrleuten, verschiedene Szenarien professionell und gelungen zu meistern. Dieser Ansicht war auch der Landkreis Limburg-Weilburg, welcher daher seit diesem Jahr den Lehrgang "Technische Hilfeleistung Verkehrsunfall" auf Kreisebene anbietet.

Neben der Theorie zu physikalischen Gesetzen, Rechtsgrundlagen, Einsatzlehre, Fahrzeugtechnik, Heben und Ziehen von Lasten, war vor allem der Praxisteil interessant: Heben und Ziehen von Lasten, Gerätekunde, Sichern und Stabilisieren von verunfallten PKW und patientenorientierte Rettung standen in mehreren Übungseinsätzen auf dem Programm.

 

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Neue Fahrzeugtechnik, neue Gerätschaften - die Technik steht nicht still und so sind auch ständig neue Aus- und Weiterbildungen von größter Wichtigkeit.

Einige Kameraden aus Kirberg durften diesmal an dem Lehrgang teilnehmen und hatten so die Möglichkeit, den Umgang mit ganz verschiedenen Szenarien, unterschiedlichen Anforderungen und diversen Gerätschaften zu üben.

Dieses Wissen wird sicherlich bei den kommenden Übungen in der eigenen Wehr Anwendung finden und an die anderen Einsatzkräfte weitergegeben. Schon beim beim nächsten Ernstfall könnte dies eine große Hilfe sein...