Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

Sieben Stunden einsatzbereit, ständig ein Ohr der Sirene zugeneigt und dabei einen geselligen Abend in gemütlicher Runde genießen - am 27. Oktober war es wieder soweit: Die Mondscheinübung für die Jugendfeuerwehr Kirberg stand auf dem Programm.

Wer soeben noch vollkommen konzentriert dem Theorieunterricht lauschte, wurde vom Sirenenton überrascht. „Einsatz für die Jugendfeuerwehr Kirberg – Verkehrsunfall am Modellflugplatz Römberg, mehrere Person eingeklemmt“ – so lautete die Ansage. Blitzschnell sprangen die Jugendlichen im Schulungsraum auf, um in ihren Jugendfeuerwehrschutzanzug zu schlüpfen. Ausgestattet mit Helm und Handschuhen ging die Fahrt mit Blaulicht auch schon los zum Einsatzort. Dort angekommen erkannten die Gruppenführer schnell die Lage. Die Trupps sicherten die Fahrzeuge mit Unterbauhölzern und gingen zur Menschenrettung vor. Der dreifache Brandschutz wurde hergestellt und im Anschluss die bei dieser Jahreszeit wichtige Beleuchtung an der Einsatzstelle aufgebaut. Wassertrupp und Schlauchtrupp betreuten die verletzten Personen fürsorglich, bis der Rettungsdienst eintraf.

Verkehrsunfall

An Aufgaben mangelte es nicht – auch das erlernte Funken mit den Digitalfunkgeräten wurde in der Praxis erfolgreich auf Einsatztauglich geprüft, sodass die ersehnte Meldung "Personen gerettet, zum Abbau fertig" von allen vernommen werden konnte. Die erste Übung an diesem spannenden Abend wurde erfolgreich beendet.

Zurück im Feuerwehrhaus angekommen, erfreuten sich die Jugendlichen über ein kühles Getränk und ein liebevoll zubereitetes Mahl. Als alle wieder entspannt und aufgewärmt waren, ertönte – wie sollte es auch anders sein – wieder die Sirene. Diesmal handelte es sich um einen Einsatz mit verrauchter Garage und vermissten Personen. Prompt schoss der Puls in die Höhe, Eile war geboten. Die entspannte Atmosphäre schlug in Eile, Aufregung und ein wenig Hektik um. Somit hieß es wieder schnell in die Jugendfeuerwehrschutzkleidung rein und natürlich Helm und Handschuhe nicht vergessen – schon ging es mit Blaulicht auf zum nächsten Einsatz. An der Einsatzstelle eingetroffen hatten sich Gruppenführer und Melder einen schnellen Überblick über die Situation verschafft. Sofort kam der Befehl für den Angriffstrupp, sich mit Atemschutzgeräten auszurüsten und in der Garage die vermissten Personen zu suchen. Auch Benzinkanister wurden gefunden und aus dem brennenden Gebäude entfernt. Währenddessen wurde die Einsatzstelle großräumig gegen den Verkehr abgesichert und hell ausgeleuchtet. Durch die gute Teamarbeit, die die Jugendfeuerwehr Kirberg bei diesem Einsatz bewies, konnten alle Verletzten schnell an den Rettungsdienst übergeben werden.

Verletzte Person

Der Puls beruhigte sich gegen Ende des Einsatzes wieder und so konnte in aller Ruhe abgebaut werden. Während der Heimfahrt freuten sich alle Jugendlichen wieder auf mollig warme Feuerwehr.

Es läutete schon fast Mitternacht als wieder die Sirene für die Jugendfeuerwehr Kirberg ertönte. Einsatzstichwort war diesmal: „Feuer auf dem Reitplatz, nahe B417 in Richtung Wiesbaden, zwei Personen vermisst “. Voller Motivation ging es ein letztes Mal in die Feuerwehrautos und los zum Unfallort. Von weitem war bereits ein Feuerschein zu sehen. Jede Gruppe fand schnell ihre Bestimmung: Während die

Mannschaft des ersten Löschfahrzeugs die Reserven des Wassertanks in Anspruch nehmen konnte, um den hinter dem Feuer befindlichen Wald zu schützen, baute die Besatzung der nachrückenden Fahrzeuge die Wasserversorgung auf. Danach nahmen alle verfügbaren Trupps die Suche nach vermissten Personen auf.

Lschen

Es dauerte nicht lang, als der Gruppenführer die Rückmeldung bekam, dass die beiden Personen gefunden wurden. Nach einem schnellen Abbau konnte schließlich wieder das Feuerwehrgerätehaus angesteuert werden. Nun durften die Einsatzklamotten endgültig abgelegt werden und die müden und erschöpften Augen freuten sich auf die nächtliche Ruhe zu Hause nach diesem anstrengenden und erlebnisreichen Einsatzabend.