Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

Großes Aufgebot war letzten Donnerstag im Dauborner Feuerwehrhaus.

Der hessische Minister des Inneren und Sport Peter Beuth hatte sich angemeldet. Der Freiwilligen Feuerwehr Hünfelden wurde der Titel „Feuerwehr des Monats“ für den Oktober 2017 verliehen.

Führungskräfte, Vertreter aus den Einsatzabteilungen und Vertreter der Kinder- und Jugendfeuerwehren waren der Einladung von Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer und dem Gemeindebrandinspektor Mario Bauer zu diesem besonderen Ereignis gefolgt. Gleich zu Beginn startete die Kinderfeuerwehr mit der Vorführung eines Tanzes auf ein Feuerwehrlied. Dies sorgte auch für Begeisterung bei den Ehrengästen. Helmut Jung (Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises) fühlte sich direkt an seine Enkelin erinnert.

Nach der Begrüßung durch die Bürgermeisterin, lies der Gemeindebrandinspektor die Entstehung der Aktion „Zukunft Feuerwehr Hünfelden“ Revue passieren.

Feuerwehr des Monats bekommt jeden Monat eine Feuerwehr, die sich in der Nachwuchsförderung verdient gemacht hat. Hünfelden startete dazu ein Projekt bereits im Jahr 2015.

Als man im Herbst 2015 im Arbeitskreis „Zukunft Feuerwehr Hünfelden“ zusammengekommen war, überlegte man, wie weitere Menschen aktiviert werden könnten, bei der Feuerwehr mitzuwirken?

Es wurde bis dahin viel unternommen. Imagekampagnen regional in der Gemeinde, diverse Veranstaltungen und Aktivitäten, aktive Beteiligung an einer kreisweiten Imagekampagne usw... Doch das Ergebnis war ernüchternd.

Schnell wurde im Arbeitskreis klar, dass eine weitere Imagekampagne wieder viel Zeit, Kraft und Geld kosten wird, aber der Erfolg wahrscheinlich überschaubar sein würde.

Wir fragten uns, wieso man hier nicht erfolgreich ist.

Die Antwort war: „Wer möchte schon zu einer Organisation gehen, wo jeder am Jammern ist, wie schlecht es läuft und dass man ohnehin bald aufgibt“.

Danach war die Aufgabe klar definiert:

Die Motivation der Einsatzkräfte und somit die allgemeine Stimmung muss deutlich verbessert werden und damit die Außenwirkung positiv dargestellt werden. Dadurch gewinnt man auch neue Einsatzkräfte und erhält vor allem die jetzige Mannschaft.

Es folgte eine Onlineumfrage bei den Einsatzkräften. Hier konnten Motivationsfaktoren gewählt,  eigene Ideen genannt und vor allem Demotivationsfaktoren beschrieben werden.

Das Ergebnis war beeindruckend. Die Beteiligung war überragend gut und die Ergebnisse zeigten uns, dass die Umfrage genau das richtige Medium war.

Kameradschaft, Gemeinschaft, Hilfe am Bürger, sowie Anerkennung aus Bevölkerung und Politik waren die TOP 3 Motivationsfaktoren.

Bei den Demotivationsfaktoren führten die mangelhafte Anerkennung sowie das interne schlechte Klima die Bilanz an.

Aus dem Gesamtergebnis wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt, der nun nach und nach abgearbeitet wird.

Innenminister Beuth zeigte sich beeindruckt und dankte den Ehrenamtlichen nicht nur für dieses Engagement. Bürgermeisterin Scheu-Menzer könne stolz auf so eine Mannschaft sein. Dennoch sollte man nicht in die Falle tappen, dass das Ehrenamt alles machen könne. Eine Entlastung von Verwaltungstätigkeiten sei ein wichtiges Thema.

Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer machte sehr deutlich, dass es weiterhin ein Kampf sei, klarzustellen, dass die Feuerwehr kein Verein ist, sondern eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Sie sei sehr stolz auf „Ihre“ Freiwillige Feuerwehr, die durch die vielen Aktionen (an der sie maßgeblich beteiligt war), bereits neue Mitglieder akquirieren konnten und vor allem die bestehende Einsatzabteilung gefestigt wurde.

Joachim Veyhelmann (CDU) überbrachte die Grüße des Kreistages und übergab eine finanzielle Zuwendung für die Jugendfeuerwehr.

Helmut Jung (SPD, Erster Kreisbeigeordneter), der ebenfalls eine Spende des Kreises überreichte, hob hervor, dass man bei der Jugendarbeit die Faszination an der Feuerwehrtechnik immer aufrechterhalten sollte. Gleichzeitig überbrachte er viele Grüße von Landrat Manfred Michel.

Stolz war auch Thomas Schmidt (Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband) zusammen mit dem Kreisbrandinspektor Georg Hauch. Denn mit Hünfelden haben nun 12 Feuerwehren im Landkreis Limburg-Weilburg den Titel „Feuerwehr des Monats“, den es seit dem Jahr 2006 gibt, verliehen bekommen. 

Mit Stolz und großer Freude nahm Gemeindebrandinspektor Mario Bauer die Urkunde und das Geldgeschenk von Innenminister Beuth für die Freiwillige Feuerwehr von Hünfelden entgegen.

Tanz der Kinderfeuerwehr sorgte für Begeisterung

Hessischer Innenminister Peter Beuth übergibt Urkunde an Gemeindebrandinspektor Mario Bauer

v.l.n.r. Thorsten Müller (stellv. Gemeindebrandinspektor), Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer, Mario Bauer (Gemeindebrandinspektor), Minister Peter Beuth, Diethard Hofmann  (Stellv. Gemeindebrandinspektor)

Gruppenfoto aller Vertreter aller Abteilungen der Hünfeldener Feuerwehren