Freiwillige Feuerwehr Hünfelden

Unsicherheit und Ängste führen meist dazu, das Personen in Notfallsituation nur träge oder vielleicht sogar überhaupt nicht reagieren. Um diese Unsicherheiten und Ängste zu nehmen, wurde in einer gemeinschaftlichen Übung der Jugendfeuerwehren Heringen und Mensfelden der Umgang mit solchen Notfallsituationen und der 1. Hilfe geübt.

 

Dabei wurden zuerst die Sofortmaßnahmen besprochen und schon erste Fragen geklärt. Die erste Erkenntnis: Auch ein Notruf absetzen, ist schon erste Hilfe und kann im Ernstfall Leben retten!

Nach der Theorie, folgte nun die Praxis. Von der einfachen stabilen Seitenlage, bis hin zur Herz-Lungen-Wiederbelebung, wurde alles am lebenden Objekt oder an speziellen Übungspuppen geübt. Das Erstaunen war groß, als selbst die Kleinsten mit den richtigen Handgriffen einen Erwachsenen mühelos in die richtige Position bringen konnten.

Auch war der Lerneffekt bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung sehr groß. Die Kinder und Jugendlichen sahen schnell, dass es leicht ist, die Wiederbelebung durchzuführen, jedoch viel Ausdauer braucht. Allen war klar: Jede Mithilfe, ist bei so einem Fall gerne gesehen!

 

Alle, auch die Betreuer, konnte an dieser Übung wieder viel dazulernen oder bestehendes Wissen auffrischen.

Das Fazit, was alle nach dieser Veranstaltung ziehen konnten: Bei erster Hilfe gibt es kein „Falsch“! Jede Hilfe zählt und sei sie auch ungeübt! 

Am vergangenen Freitag konnte die Feuerwehr Hünfelden sich über den Gewinn des „Hessischen Feuerwehrpreis 2016“ freuen.

 

Der Preis, welcher von der Sparda-Bank Hessen und dem Landesfeuerwehrverband Hessen seit 2009 vergeben wird, dient dazu das herausragende Engagement der Freiwilligen Feuerwehren in Hessen zu würdigen.

Das diesjährige Thema des Preises lautete „Die Feuerwehr der Zukunft – Traditionen weiterentwickeln“ und entsprach damit genau dem Konzept der Feuerwehr Hünfelden. Diese startete schon im Jahr 2015 die Aktion „Durch Mitgliedererhaltung Mitglieder gewinnen“, welche sich zur Aufgabe genommen hat die Motivation der aktiven Einsatzkräfte zu stärken, anstatt nur nach neuen Mitglieder zu suchen.

Der Auftakt hierzu bildete eine Umfragekampagne, bei welcher jedes Mitglied der Feuerwehr Hünfelden angeben konnte, was motiviert oder demotiviert. Hieraus wurde dann in einem Arbeitskreis, bestehend aus Führungskräften der Feuerwehr, des Ordnungsamtes und der Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer, ein Maßnahmen- und 

Motivationskatalog entwickelt, der zukünftig ein Leitfaden zur Gewinnung neuer Mitglieder bzw. zum Erhalt bestehender Mitglieder in der Feuerwehr bildet.

 

 

 

 

Im Vorfeld der Preisverleihung, welche in der Zentrale der Sparda-Bank Hessen in Frankfurt stattfand, wurde zunächst ein filmischer Beitrag über die Feuerwehr Hünfelden und die Kampagne gezeigt. Dieser wurde schon einige Tage zuvor am und im Rathaus in Kirberg aufgenommen. Auch hier konnten noch einmal einige Kameraden zu Wort kommen. 

 

Im Anschluss wurde dann der Preis von Dr. h.c. Ralf Ackermann (Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen), Prof. Jürgen Weber (Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hessen) und Peter Beuth (Hessischer Minister des Innern und Sport) an die Delegierten der Feuerwehr Hünfelden übergeben.

 

 

   

IMG 2410 1Eine andere Art von Ausbildung stand am Sonntag dem 06. November für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hünfelden auf dem Plan.

16 Feuerwehrfrauen und -männer trafen sich schon am frühen Sonntagmorgen, um an einem Fahrsicherheitstraining der Kreisverkehrswacht Limburg-Weilburg speziell für Feuerwehrkräfte teilzunehmen.

Ziel des Trainings war es, Gefahrensituation rechtzeitig zu erfassen und somit zu vermeiden oder zu entschärfen.

Nach einer kurzes Vorstellungsrunde, ging es schon mit dem eigenen PKW in die Praxis. Erste Übung: Richtig sitzen! Ausbilder Gerhard Leist zeigte den Teilnehmern, wie man den Sitz, den Gurt und das Lenkrad richtig auf sich einstellt und warum dies so wichtig ist.

Danach ging es dann richtig los. Diverse Fahrübungen standen auf dem Programm. Von der einfachen Vollbremsung bis hin zum Verhalten auf glatter Fahrbahn wurde alles geübt, was für den sicheren Umgang mit dem Fahrzeug notwendig ist.

Die Teilnehmer konnten an dem Tag sehr viel lernen, was sie neben dem Alltag auch bei Einsatzfahrten nutzen können. Alles in allem waren alle Beteiligten sehr zufrieden mit der Ausbildung.

Dies war das erste Fahrsicherheitstraining für Feuerwehrangehörige im Kreis Limburg-Weilburg und gehört zum Programm „Zukunft Feuerwehr“. Durch die Finanzierung der Ausbildung durch die Gemeinde soll die Motivation der Einsatzkräfte gefördert werden.

Auch die Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer und Gemeindebrandinspektor Mario Bauer machten sich vor Ort ein Bild von der Ausbildung und hoffen auch im nächsten Jahr eine solche Ausbildung anbieten zu können.

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„Starkes Unwetter richtet große Schäden in Hünfelden und den Nachbargemeinden an!“ - Zum Glück nur das Übungsszenario, welches für die erste Übung der Technischen Einsatzleitung (TEL) der Feuerwehr Hünfelden in ihren neuen Räumen in Dauborn genutzt wurde.

 

Die Technische Einsatzleitung dient als Unterstützung des Einsatzleiters bei größeren Schadenslagen. So ist es meist notwendig bei Unwettern oder auch anderen großen Schadenslagen die Einsätze der verschiedenen Ortsteilfeuerwehren zu koordinieren und dafür zu sorgen das alle Einsätze schnellstmöglich erledigt werden.

Genau hierum drehte sich auch die Übung am 16. November. Nach dem Unwetter mussten etliche Einsätze auf dem gesamten Gebiet in der Kommune erledigt werden. Nachdem die Übung begonnen hatte ging es darum erst einmal einen Überblick über die Lage zu bekommen. Welche Wehr muss welchen Einsatz wo und wann übernehmen? Was benötigen wir noch? Diese und andere Fragen galt es so schnell wie möglich zu beantworten.

Hierbei halfen auch die neuen Örtlichkeiten im Feuerwehrhaus Dauborn, welche in ca. 80 Stunden Eigenleistung für die Nutzung als Technische Einsatzleitung erbracht wurden.

Bis dato war die Technische Einsatzleitung im Feuerwehrhaus in Kirberg untergebracht. Allerdings musste aus Platzmangel immer das Arbeitsmaterial verstaut werden und bei Übungs- und Einsatzbetrieb mit Zeitaufwand auf- und abgebaut werden.

 

Auch Mitglieder des Gemeindevorstandes machten sich ein Bild von den neuen Räumlichkeiten, die damit entstandenen Möglichkeiten und zeigten sich beeindruckt.

Nach der erfolgreichen Übung standen der Gemeindebrandinspektor Mario Bauer und seine Stellvertreter Thorsten Müller und Diethard Hofmann der Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer und dem Gemeindevorstand Rede und Antwort.

„Es ist beruhigend zu wissen, dass wir nun auch bei größeren Schadenslagen so professionell aufgestellt sind“, so Scheu-Menzer.

Am 17.10.2016 kam es zu einem Brand mit Folgeexplosion auf dem Werksgelände der BASF in Ludwigshafen.

Bei diesem Einsatz  wurden durch die Explosion zwei Angehörige der Werkfeuerwehr getötet, sowie mehr als 20 Menschen verletzt.

Anfang Oktober ist in Oberhausen ein Feuerwehrmann im Einsatz durch einen Stromunfall gestorben.

Wir sind mit unseren Gedanken bei den Verletzten, deren Familien und Freunden der im Einsatz verstorbenen Kameraden.